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Braucht eigentlich jeder Haushalt: Bei Waschmaschinen wird schonmal ordentlich Geld für die Reparatur in die Hand genommen.

Tipps von Stiftung Warentest

Technisches Geräte defekt - wann lohnen sich Reparaturen?

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München - Staubsauger, Waschmaschine und sogar Kaffeevollautomaten finden sich in fast jedem Haushalt. Doch Reparaturen sind oft teuer. Wir zeigen, worauf Sie dabei achten sollten.

Jeder kennt die Situation: Unentbehrliche Haushaltsgeräte funktionieren störungsfrei bis knapp über die Garantiefrist - um dann den Geist aufzugeben. Man ärgert sich über Sollbruchstellen und vermutet programmierten Verschleiß. Oft hapert’s an einer Kleinigkeit, aber: Eine Reparatur kostet Geld. Deshalb steht man unweigerlich vor der Frage: Lohnt sich das? Für mich als Nutzer? Für die Umwelt? Die Stiftung Warentest beantwortet im Test-Heft 4/2017 diese Fragen für drei Apparate, von denen zwei in jeder Wohnung vorhanden sind - Staubsauger und Waschmaschine - und für Kaffeevollautomaten, die auch immer beliebter werden. Die tz verschafft Ihnen einen Überblick über die Ratschläge der Experten.

Allgemeines: Häufig scheinen neue Geräte im Verhältnis günstiger als eine Reparatur durch den Fachhandel. Vielfach ist das auch eine Folge der Verarbeitung (z. B. versteckte Schnapp- oder Klebeverbindungen) bei preisgünstiger Ware, die eine Reparatur erschwert. Teuer wird es auch bei Hochpreis-Geräten, etwa Waschmaschinen, bei denen statt kleiner Elemente ganze Bauteile oder Module ausgetauscht werden müssen. Hersteller geben als größten Preistreiber steigende Löhne aus.

So lange gibt’s Ersatzteile: Bei Waschmaschinen gaben die gängigsten Marken fünf bis zehn Jahre an. Keine Auskunft erhielt Stiftung Warentest von Bomann/Clatronic, Candy Hoover, LG und LC. Am längsten hält Miele Ersatzteile vor. Auch für Kaffeevollautomaten gibt es fünf oder (meistens) zehn Jahre Verschleißteile zum Neueinbauen. Ähnlich sieht es bei Staubsaugern aus. Nur drei bis vier Jahre bei Bomann/Clatronic sind die Ausnahme.

Faustregel zum Staubsauger: Bagatellschäden (Verstopfung, Riss im Schlauch etc.) kann man selber reparieren. Andere Ersatzteile sind oft unverhältnismäßig teuer. Wenn also ein Staubsauger nach durchschnittlich acht Jahren sein Leben ausschnauft, sollte man ihm seine ewige Ruhe gönnen. Ein Neukauf ist günstiger als die Reparatur, von der auch die Umwelt nicht profitiert. Ökologischer ist der Austausch des alten Stromfressers gegen ein Gerät, das nicht mehr als 1000 Watt verbraucht.

Faustregel zur Waschmaschine: Macht man eine funktionsunfähige alte Waschmaschine wieder fit, lohnt sich das finanziell nur wenig, so die Tester. Ökologisch aber ist es sinnvoll, denn die Herstellung des Geräts ist ressourcenintensiv. Eine Waschmaschine braucht im Schnitt zwei Reparaturen in 15 Jahren.

Faustregel bei Kaffeevollautomaten: Bei den relativ teuren Geräten, in denen wertvolle Rohstoffe stecken, lohnt sich die Reparatur für den eigenen Geldbeutel und die Umwelt. Es ist das Gerät, das am häufigsten beim Netzwerk freie Werkstätten landet.

Adressen für Bastler:

Reparaturanleitungen: www.reparatur-initiativen.de/seite/links.

Rund 600 Repaircafés: www.reparatur-initiativen.de.

BW

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