BKA warnt vor Datenklau im Internet

Osnabrück. Das Ausspähen von Bank-, Kreditkarten- und Zugangsdaten für Verkaufsplattformen im Internet greift nach Einschätzung des Bundeskriminalamts immer stärker um sich.

„Wir beobachten mit großer Sorge, dass im Internet immer mehr persönliche Daten abgegriffen werden", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke der Neuen Osnabrücker Zeitung zufolge. Es habe sich inzwischen im Netz eine florierende Untergrundwirtschaft entwickelt, „ein Wachstumsmarkt, dominiert von gut organisierten Kriminellen“.

Die Tricks der Daten-Hacker

Die Tricks der Daten-Hacker

Das BKA habe „im vergangenen Jahr annähernd 7.000 Fälle registriert, in denen Onlinebanking- und Kreditkartendaten sowie Zugangsdaten etwa für Verkaufsplattformen oder Premium-Telefonanschlüsse abgegriffen wurden“, erklärte Ziercke. Allein die Fälle von Angriffen auf Bankkonten seien 2009 um mehr als 60 Prozent auf 2.900 gestiegen.

Ziercke geht davon aus, dass inzwischen bis zu 700.000 Computer in Deutschland über eingeschleuste Schadprogramme infiziert sind und täglich von Kriminellen ferngesteuert werden können. Das verdeutliche, dass die registrierten Internet-Straftaten „nur einen kleinen Bruchteil des Gesamtbildes“ ausmachten. (apn)

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