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Gegen die Tagesschau-App wurde geklagt.

Warnung vor „Online-Amputation“

Berlin - Im Streit um die Internet-Auftritte von ARD und ZDF haben die Journalisten-Gewerkschaften die öffentlich-rechtlichen Sender davor gewarnt, wesentliche Teile ihres Online-Angebots aufzugeben.

Wenn es stimmen sollte, dass die Sender ihre Internet-Auftritte auf Audio- und Videoinhalte beschränken wollten, um damit den Zeitungsverlegern entgegenzukommen, würden sie den eigenen Online-Journalismus unzumutbar amputieren, erklärte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Michael Konken, am Dienstag. Ein freiwilliger Verzicht auf Textinhalte im Netz wurde die Zukunftsperspektive der Sender beschneiden, sagte der stellvertretende Verdi-Vorsitzende, Frank Werneke.

Der große Facebook-Knigge

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Die ARD und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bestätigten ein weiteres Gespräch am Dienstag zwischen Intendanten und Verlegern in Köln. Die Gespräche seien konstruktiv verlaufen, man erwarte eine zeitnahe Einigung, erklärten beide Seiten ohne Einzelheiten zu nennen. Auslöser des Streits war die „tagesschau“-App für Smartphones und Tablet-PCs, die kostenlos angeboten wird.

An dem Gespräch nahmen die Intendanten Monika Piel (WDR), Markus Schächter (ZDF), Ulrich Wilhelm (BR) und Lutz Marmor (NDR) teil. Für die Verleger sprachen BDZV-Präsident Helmut Heinen, Christian Nienhaus (WAZ) und Roland Gerschermann (F.A.Z.).

Acht Zeitungsverlage hatten gegen die kostenlose „Tagesschau“-App geklagt. Die Verleger betrachten sie als unfaire Konkurrenz zu ihren kostenpflichtigen Angeboten, da die App mit langen Texten neben „Tagesschau“-Videos „presseähnlich“ sei. Das Kölner Landgericht hatte Sendern und Verlegern eine außergerichtliche Einigung nahegelegt, für die sich beide Seiten bisher in mehreren Gesprächsrunden getroffen haben.

Zu den Klägern gehören die WAZ Mediengruppe, der Axel Springer Verlag, die „Süddeutsche Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die Medienholding Nord, die Verlage M. DuMont Schauberg und Lensing-Wolff sowie die „Rheinische Post“.

dpa

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