Warten aufs Gebühren-Urteil

- Mit Diskussionen um Umstrukturierungen und Studiengebühren beginnt an den Hochschulen das neue Jahr. Doch auch weitere Themen stehen 2005 auf der Agenda: Die LMU plant eine naturwissenschaftliche "School of Science", die TUM eine Kinder-Uni, die FH will sich stärker vernetzen.

<P>Erstes wichtiges Datum im Hochschuljahr 2005 ist der 26. Januar. An diesem Tag verkündet das Bundesverfassungsgericht das Urteil über das Verbot von Gebühren für das Erststudium. Bayern hat bereits angekündigt, die Einführung von Studiengebühren zügig voranzutreiben, sollten die Richter das Verbot kippen.<BR><BR>Mit Spannung erwartet werden auch die Empfehlungen der "Mittelstraß-Kommission". Das Gremium will Vorschläge für eine Neuordnung der Hochschullandschaft vorlegen. Auf dem Prüfstand stehen etwa Angebote, die es an den Münchner Unis doppelt gibt.<BR><BR>An der Münchner Fachhochschule steht das neue Jahr unter dem Motto "Stärkung durch Vernetzung". Mit "Tourism-Hospitality-Management" ist ein international vernetzter Master in Planung, für den ausländische Partnerhochschulen derzeit Module entwickeln. Auch mit Hochschulen in München und Bayern will sich die FH enger verbinden. So stehen 2005 neue Kooperationen mit anderen bayerischen Hochschulen an _ vom Forschungsprojekt bis zum gemeinsamen Studiengang.<BR><BR>Das Angebot von Bachelor- und Masterabschlüssen will die Fachhochschule weiter ausbauen. Zum Wintersemester startet der Masterstudiengang Fahrzeugmechatronik. Indes will der Präsident der TU München, Wolfgang A. Herrmann, angesichts der voranschreitenden Umstellung die Abschaffung des "Diplom-Ingenieurs" verhindern. Es sei töricht, dieses weltweit anerkannte Markenzeichen aufzugeben, so der TU-Chef.<BR><BR>LMU-Naturwissenschaften werden gebündelt</P><P>Seine Hochschule plant für 2005 unter anderem eine "Kinder-Uni", wie es sie 2004 an der LMU gab. Ende Mai will die TUM außerdem das hundertjährige Jubiläum akademischer Bildung von Frauen in Bayern feiern.<BR><BR>Mit der für April geplanten Eröffnung des Neubaus des TU-Zentrums für Biowissenschaften in Weihenstephan setzt sich 2005 zudem die Ansiedlung von Instituten am Rand oder außerhalb der Stadt fort. Auch die LMU will weitere Fächer auf den Campus in Martinsried verlagern. "Langfristig sollen dort die Naturwissenschaften zusammengeführt werden", erklärt Sprecherin Luise Dirscherl. Organisatorisch soll dies schon in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Die Uni plant eine umfassende naturwissenschaftliche "School of Science". Schließlich, so Dirscherl, seien die Grenzen zwischen den einzelnen Disziplinen "fließend".<BR></P>

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