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Immer dabei: das Handy. Die Deutschen verschicken 29 Milliarden SMS im Jahr.

Warum die SMS 160 Zeichen hat

1985 setzte ein deutscher Wissenschaftler den Standard für heutige SMS. Er erzählte der L.A. Times die Geschichte der berühmten 160 Zeichen.

1985 - das war Miami Vice. Das war schrille Kleidung und A-Ha mit "Take on me". Es war eine Zeit, in der man sich nicht hätte träumen lassen, dass die Deutschen 2008 107 Millionen Handy-Verträge besitzen würden. 1985 hießen Handys "Autotelefonanlage" und davon gab es in Deutschland nur 25.000. In dieser Zeit wurde der Grundstein für die SMS gelegt. Der Mann, der als ihr Erfinder gilt - Friedhelm Hillebrand - äußerte sich jetzt in einem Interview mit der L.A. Times.

1985 setzte sich der 45-jährige Kommunikationswissenschaftler in Bonn an seinen Laptop - pardon! an seine Schreibmaschine - und tippte drauflos. Gedanken, Satzfetzen, Fragen. Er wollte mit einer Reihe anderer Wissenschaftler eine Technologie entwickeln, um mit Mobiltelefonen Textnachrichten anzuzeigen und zu verschicken. Als er die Sätze fertig getippt hatte, zählte er deren Zeichen. Mal gingen die Sätze über eine Zeile, mal über zwei, doch meistens bestanden sie aus weniger als 160 Zeichen. Es wurde Hillebrands magische Zahl, und sie setzte den Standard für das heutige Massenkommunikationsmittel. Das Blog Basic Thinking hat die Geschichte auf deutsch zusammengefasst.

Heute werden in Amerika mehr SMS geschickt als Telefonate geführt. Die Deutschen haben im vergangenen Jahr 29 Milliarden Kurznachrichten gesendet, das sind 923 pro Sekunde. Statistisch versendet jeder Deutsche täglich eine SMS, meldete der Branchenverband Bitkom. Kinder schreiben in Rekordzeit, der Duden veröffentlicht ein SMS-Wörterbuch und Paare trennen sich per Kurznachricht. "Niemand konnte voraussehen, wie schnell die jungen Leute das nutzen würden", wundert sich selbst Hillebrand gegenüber der L.A. Times.

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