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So viele Unterschiede: Nothing for Ungood erklärt den Amerikanern die Deutschen.

Webseite des Tages: Nothing for ungood

Ein Amerikaner lebt in Deutschland und beschreibt aus seiner Sicht die Eigenarten dieses Volkes. Pointiert und herzerfrischend - auch wenn sich der Leser viel zu oft ertappt fühlt.

John ist Amerikaner und war aus absurden Gründen dazu gezwungen, einige Jahre in Deutschland zu leben. Er liebt die Deutschen und das Hofbräuhaus, trotzdem hat er das Gefühl, seine Landsleute vorwarnen zu müssen. Nothing for ungood ist sozusagen eine Gebrauchsanleitung für Deutschland. Auf englisch geschrieben, mit Übersetzung. Das macht John so gut, dass im November sein erstes Buch erscheint.

Darin beschreibt er herrlich pointiert mit ironischem Unterton, wie Deutschland funktioniert, und entlarvt Dinge, die uns völlig normal erscheinen mögen, als komplett verrückt. Beispielsweise die Sprache. Vier Artikel (der, die, das, Mehrzahl-die) in vier Fällen ergeben 16 Möglichkeiten, die im Englischen allein mit dem Wort ‘the‘ abgedeckt werden. Und überhaupt, die Bürokratie: „Sobald Sie die Sprache gelernt haben, werden die Deutschen ihr Rechtschreibsystem ändern. Wenn Sie den Unterschied zwischen dass und daß gelernt haben, gibt es daß schon nicht mehr und stattdessen gibt es nun Wörter wie Schifffffahrt.“

Auch toll: das Thema Pünktlichkeit. „Falls Sie jemals in Deutschland auf den Zug warten und dieser verspätet sich mehr als eine Minute, werden Sie mindestens einen Deutschen hören, der die Deutsche Bahn als unzuverlässig anprangert, entgegen dem Fakt, dass die Deutsche Bahn ein 20.000 Meilen langes Netzwerk bewirtschaftet, das jeden Tag 5 Millionen Passagiere mit einer erstaunlichen Effizienz transportiert.“

Grandios ist die Auswertung der Google-Anfragen, über die Nutzer von der Suchmaschine auf das Blog gelangen. Welches Bild Amerikaner von Deutschland haben, zeigt sich besonders bei Fragen wie dieser: „do german children go naked in the summer?“ - „Laufen deutsche Kinder im Sommer nackt herum?“

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