Weiterleben im world wide web

- "Woran man sich erinnert, das kann nicht mehr verloren gehen" ist wohl der Leitsatz des Internetportals www.memosite.de. Die Service-Seite hält die Erinnerung an Verstorbene aufrecht - mit einem digitalen Nachruf, jederzeit abrufbar und das über Jahre. Es ist eben nicht alles vergänglich in Zeiten des world wide web.

<P>Besonders an Nicht-Religiöse und Konfessionslose richtet sich die neue Service-Seite. Neben Informationen, Tipps und Kontakten bietet memosite vor allem eben die Möglichkeit, einen Nachruf ins Netz zu stellen. Und memosite geht noch weiter: Außerdem kann man seinen eigenen Nachruf schon mal vorbereiten. Kostenpunkt: ab 150 Euro.</P><P> <BR>Beinahe schon hoffnungsvoll wirkt die durchgehend in mattem Grün gehaltene Seite. Und sie bietet quasi ein rundum Trauerpaket: Der Kunde kann einen Nachruf verfassen und diesen samt Foto des Verstorbenen ins Internet stellen. Im Preis von 95 Euro ist auch das Kondolenzbuch inbegriffen. Bis November gibts übrigens das Einführungsangebot für 50 Euro.  </P><P class=MsoNormal> Mit dem Nachruf-Service will der Gladbecker Betreiber Ralf Michalowsky vor allem geografisch von einander getrennten Trauernden die Möglichkeit geben, sich gemeinsam an den Verstorbenen zu erinnern. Und auf eines kann man sich verlassen: Das Andenken an den Verstorbenen wird wach gehalten, denn der Nachruf ist "über viele Jahre" im Internet abrufbar. Bezahlt wird dafür einmal.  </P><P class=MsoNormal>Die Beerdigung mit Trauerfeier ist normalerweise für Angehörige ein Weg, Abschied zu nehmen. Wenn aber der Verstorbene konfessionslos ist und kein Pfarrer eine Trauerrede hält? Auch da hilft www.memosite.de: Kontaktadressen zu Trauerrednern in allen Bundesländern findet man ebenfalls auf der Homepage. Und wenn man gerade dabei ist, eine Beerdigung zu planen, kann man sich gleich noch über die passende Musik für die Trauerfeier, von konventionell bis ausgefallen,  informieren. Wem die richtigen Worte für eine Trauerrede fehlen, für den könnte ein Klick auf memosite könnte die Lösung sein. Unter den Stichworten "Trauerlyrik" und "Zitate" gibts reichlich Anregungen für Reden und Trauerkarten.</P><P class=MsoNormal>Trauerkarten? Das war gestern, heute verschickt man Trauer-e-mails. Und die findet man natürlich auch auf der Seite. Zur Auswahl steht eine Palette von Bildern, vom schlichten aber aussagekräftigen Schuhabdruck im Sand, über Sonnenuntergänge und Naturaufnahmen bis hin zu hoffnungsvollen Blumen. Mögliche Texte werden gleich mitgeliefert. Das spart kostbare Lebenszeit.</P><P class=MsoNormal>Aber nicht nur bei den Vorbereitungen zur Trauerfeier, auch bei der Verarbeitung des Verlusts eines geliebten Menschen steht memosite zur Seite - mit Literaturtipps. Buchempfehlungen zum Thema Trauer, Ratgeber für Eltern und Lehrer, Kinderbücher, die sich altersgerecht mit dem Thema Tod befassen aber auch Romane finden sich in der Rubrik "Bücher". </P><P class=MsoNormal>Wer sich noch intensiver mit dem Thema befassen will, kann dies über die Linkpartner der Seite tun: unter anderem die Friedhofsgärtnerei Flack, das Infoportal Tod-und-Trauer, die Freunde alter Menschen e.V., der Interdisziplinäre Arbeitskreis Thanatologie der Johannes Gutenberg Universität Mainz und der Fachverband für weltliche Bestattungs- und Trauerkultur.</P><P class=MsoNormal>Die Möglichkeit geben, die Trauer über den Tod eines geliebten Menschen mitzuteilen und anderen Betroffenen Einblick in das Leben des Verstorbenen zu geben - das will der memosite-Betreiber mit seinem Internetportal: "Sie können ein Denkmal im Internet setzten, das sie jederzeit besuchen können und das Sie bei der Trauerarbeit sinnvoll unterstützen kann." Aber: Wie und wo man den Tod eines geliebten Menschen verarbeitet, muss jeder für sich entscheiden. Das Internet ist dabei sicher nicht jedermanns Sache. </P> 

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