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WePad aus Berlin tritt gegen Apples Übermacht an

Ein Zwerg fordert den Giganten Apple heraus: Mit dem WePad tritt der Berliner Entwickler Neofonie gegen den iPad aus Silicon Valley an. Das Tablet-PC soll Apples drohende Übermacht auf dem Markt für Multimedia-Lesegeräte etwas eindämmen.

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WePad als Konkurrenz für Apples iPad

„Wir“ statt „Ich“: Nach wochenlangen Spekulationen hat das Berliner Unternehmen Neofonie mit dem WePad die deutsche Antwort auf Steve Jobs' Tablet-PC iPad vorgestellt. Knapp zehn Tage nach dem Verkaufsstart des iPad in den USA gab Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen am Montag in Berlin Einzelheiten über das Gerät bekannt, mit dem der Mittelständler im August auf den milliardenschweren Markt für digitale Lesegeräte treten möchte.

Zwischen 449 und 569 Euro soll das Gerät kosten, Nutzer sollen damit Zeitungen, Zeitschriften und Bücher lesen, Filme gucken und im Internet surfen können. „Wir sind nicht der iPad-Killer“, versicherte der selbstbewusste Ankershoffen vor Journalisten, der neu entstehende Markt für Tablet-PCs biete Platz für mehr als nur einen Anbieter. Der Informatiker, der vor einigen Jahren die Suchmaschine „Fireball“ entwickelte, hatte 1998 sein Unternehmen gegründet, das heute rund 170 Mitarbeitern zählt.

Ankershoffen versprach: Der WePad sei dem iPad ebenbürtig - könne aber eigentlich viel mehr. „Nur beim Design sieht der iPad etwas besser aus“. Doch mit der Technik muss sich der glänzend-schwarze WePad nicht verstecken. Anders als die digitale Schiefertafel aus den USA verfügt der 29 mal 19 Zentimeter große WePad, der in einer PC- Schmiede in Asien gefertigt wird, über eine eingebaute Kamera (WebCam), zwei USB-Anschlüsse und einen Speicherkartenleser. Die Geräte soll es in Modellen mit 16 und 32 Gigabyte Speicherplatz geben, über eine SD-Karte kann die Kapazität vergrößert werden.

Auch für die Medien soll das WePad eine Alternative zur geschlossenen Apple-Welt und der Download-Plattform iTunes sein. Anders als mit Apple, das die Inhalteanbieter in das Korsett der eigenen Plattform zwängt und den „App“-Anbietern 30 Prozent vom Umsatz abknöpft, will Neofonie die Verlage am Geschäft stärker beteiligen, wieviel stärker verschwieg Ankershoffen. Während Plattformen wie iTunes und Amazon Kindle die Medien in die Rolle des reine Inhalte-Lieferanten dränge, sollen sie mit der Neofonie-Plattform WeMagazine Zugang zum Leser behalten. Neofonie gibt den den Verlagen das Recht, frei über Inhalte zu entscheiden.

Der Konzern Gruner + Jahr („Stern“) will als erste den „eStern“ anbieten, auch Ringier aus der Schweiz ist mit der „Schweizer Illustrierten“ und dem Magazin „Cicero“ dabei, später soll das Boulevardblatt „Blick“-folgen. Auch Axel Springer („Bild“) hat Interesse angemeldet.

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