Das können Sie dagegen tun

Wirbel um WhatsApp: Fremde können Chats lesen

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München - Wie unangenehm! Ein Fremder hat Zugriff auf ihren Chat, sieht Nachrichten und Bilder. Das kann WhatsApp-Usern blühen, wenn sie ihre Rufnummer wechseln. Darauf müssen Sie achten.

Um die 30 Millionen WhatsApp-Nutzer gibt es deutschlandweit, viele von ihnen verwenden den Messenger täglich, um sich mit Freunden, Kollegen oder der Familie auszutauschen. Geheime oder intime Gespräche werden da zum Teil geführt, peinliche oder vielleicht sogar anzügliche Bilder verschickt. Die User machen sich dabei kaum Gedanken: Sie wähnen ihre Daten in Sicherheit. Und dann passiert's doch: Ein Fremder bekommt all die gespeicherten Fotos, Chats und Kontakte quasi auf dem Silbertablett serviert. Ohne dass der eigentliche Besitzer der Daten den Hauch einer Ahnung davon hat. "stern TV" ist diesem Problem auf die Spur gegangen.

WhatsApp: Probleme entstehen durch Nummern-Wechsel

Hintergrund ist folgender: Wenn Whats-App-User ihre Rufnummer wechseln, wird diese recycelt und nach einer gewissen Zeit vom Mobilfunkanbieter an einen anderen Kunden vergeben. Accounts wie bei WhatsApp, die mit einer Nummer verifiziert werden, können dann an den neuen Besitzer weitergegeben werden. Und schon ist das Dilemma da: Die Inhalte ploppen auf dem Gerät unbekannter Menschen auf. Und diese erhalten auf diese Weise tiefe Einblicke ins Privatleben anderer.

WhatsApp: Deinstallieren reicht nicht!

Grundsätzlich kann man WhatsApp nicht viel ankreiden. Im Gegensatz zu zwei Teenagern, die den Chatdienst lahmlegten, hat der Messenger-Dienst in dem Fall keine Schuld. Auf seiner Homepage informiert er seine Nutzer über die Problematik. Wenn sie die App deaktivieren müssen, wissen die meisten schlichtweg nicht, wie es richtig geht. Es reicht nämlich nicht, einfach nur WhatsApp zu löschen, zu deinstallieren und die Werkseinstellungen des Smartphones zurückzusetzen. Die Inhalte bleiben sichtbar, weil sie mit der Rufnummer verknüpft sind.

WhatsApp: Accounts werden nicht automatisch gelöscht

Der Chatdienst behauptet zwar, dass alle Daten gelöscht würden, wenn ein Account länger als 45 Tage nicht genutzt und dann auf einem neuen Gerät mit derselben Nummer aktiviert wird. Doch darauf kann ein WhatsApp-Nutzer nicht bauen. "Stern TV" lieferte die Gegenbeispiele: 99 Tage später waren die Nachrichten noch zu lesen.

WhatsApp: So geht's richtig

Wie man beim Rufnummerwechsel die Weitergabe von Chats verhindert, dafür gibt's zwei Varianten.

  1. Man kann seinen WhatsApp-Account löschen.
  2. Über die Funktion "Nummer ändern" kann man die Daten auf die neue Rufnummer übertragen.
Beide Menüpunkten finden sich unter Einstellungen --> Account --> Nummer ändern/ Meinen Account löschen.

Manuela Schauer

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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