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Laut AGB legal: WhatsApp-Nutzer treten mit dem Versenden von Texten, Bildern und Videos angeblich sämtliche Rechte daran ab.

Bildrechte

Debatte um WhatsApp: Alles nur Panikmache?

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München - Debatte um WhatsApp: Die Nutzer treten mit dem Versenden von Texten, Bildern und Videos angeblich sämtliche Rechte daran ab. Dieses Vorgehen soll legal sein! 

WhatsApp: Diese Neuerungen sollen kommen

WhatsApp-Update: Das ist alles neu

Dass Smartphone-Apps mit den Daten ihrer Nutzer meist eher großzügig umgehen, ist mittlerweile weitgehend bekannt. Trotzdem nehmen viele diese Nachteile in Kauf. Häufig müssen sie das auch, um die betreffende App überhaupt sinnvoll nutzen zu können. Aber was der beliebte Messenger WhatsApp in seinen AGB versteckt, ist sieht nach einer besonders fiesen Falle aus. Um es auf den Punkt zu bringen: Wer WhatsApp nutzt, tritt offenbar seine Rechte an sämtlichen geposteten Inhalten an den Betreiber der Anwendung ab. Texte, Bilder, Videos: WhatsApp darf damit anstellen, was es will - gebührenfrei!

WhatsApp darf Urlaubsfotos für Werbezwecke verwenden

Angesichts dieser Nachrichten dürften die mittlerweile 500 Millionen Nutzer des Messenger weltweit ziemlich geschockt sein. Vor allem, wenn man über die rechtlichen Konsequenzen nachdenkt. So darf WhatsApp die privaten Inhalte seiner Nutzer zum Beispiel für Werbezwecke verwenden. Man will sich gar nicht ausmalen, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich die eigenen Urlaubs- oder Familienfotos die Plakatwände einer Großstadt zieren.

"Die Kunden stimmen jedenfalls in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu, dass WhatsApp alle Inhalte, Bilder und ähnliches ohne Einschränkung und in allen Medienformaten und über alle Kanäle weiterverbreiten kann“, sagt Rolf Becker, Rechtsanwalt in der Kölner Kanzlei Wienke & Becker, dem Handelsblatt. „Ob sie das wirksam tun, ist allerdings noch eine andere Frage.“

Es kann aber auch noch schlimmer kommen, denn ein weiterer Pferdefuß lauert in den Messenger-AGB: Alle Urheberrechte verbleiben bei den App-Nutzern. Soll heißen, dass der Nutzer am Ende selbst für etwaige Probleme mit den Bildrechten haften muss.

Vorgehen ist laut AGB legal

Besonders pikant: WhatsApp gehört seit Kurzem zu Facebook, das sich ebenfalls immer wieder der Kritik von Datenschützern ausgesetzt sieht. Vor allem Eltern dürften damit angesichts der extensiven Messenger-Nutzung ihrer Schützlinge ins Grübeln kommen.

Hin und wieder lohnt es sich also doch, einen Blick ins Kleingedruckte zu werfen, bevor man das Häkchen setzt und damit die App auf seinem Smartphone installiert. Auch auf seiner Homepage hat WhatsApp die AGB angegeben. Allerdings auf Englisch und in langen Schachtelsätzen. Erst unter Punkt 5.B.ii tauchen die gefährlichen Sätze zur Weiterverwendung von Inhalten auf. Nutzerfreundlichkeit sieht anders aus.

Alles nur Panikmache?

Von Panikmache spricht dagegen ein Berliner Journalist: Seiner Ansicht nach bezieht sich die Abgabe der Bildrechte lediglich auf das Profilfoto bei Whatsapp. Denn dieses wird je nach den gewählten Privatsphären-Einstellungen quasi öffentlich angezeigt, weshalb WhatsApp für diesen Sonderfall die Nutzungsrechte an dem Foto benötige. Diese gibt der User demnach ab. Dass WhatsApp Profilfotos zu Werbezwecken nutzt oder verkauft, sei zwar theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich. Nachrichten, Ortsdaten und Fotos oder Dateien, die direkt an andere WhatsApp-Nutzer gesendet werden, seien jedoch nur für diese Nutzer oder Gruppen sichtbar.

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