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WhatsApp-Gründer Jan Koum am 20. Januar bei einer Konferenz in München: Vor kurzem wurde bekannt, dass Koum in seiner Jugend ein Stalker war. Jetzt folgte seine öffentliche Entschuldigung.

Jetzt entschuldigt er sich öffentlich

WhatsApp-Boss Jan Koum war ein Stalker

New York - Die Vergangenheit hat ihn eingeholt: WhatsApp-Chef Jan Koum war in seiner Jugend ein Stalker. Er stellte seiner Ex-Freundin nach. Jetzt, 20 Jahre später, spricht er öffentlich über dieses dunkle Kapitel.

1995 und 1996 waren schlimme Jahre für die Ex-Freundin des heutigen WhatsApp-Chefs: Jan Koum wollte das Ende ihrer Beziehung nicht akzeptieren und begann, die junge Frau systematisch zu stalken. Er wurde deshalb angezeigt, es kam zum Prozess. Teile der Gerichtsdokumente von damals kursieren derzeit im Internet. Koum lungerte bis spät in die Nacht vor dem Haus seiner Ex herum, lauerte ihr sogar nach der Schule auf, heißt es in dem Schreiben. Die Konsequenzen seines Stalkings waren bitter für Koum: Vom Gericht erhielt der damals 19-Jährige eine einstweilige Verfügung.

"Ich bedauere zutiefst, was passiert ist"

Damit war der Fall für die Gerichte und Koum selbst erledigt. Der Stalker durfte sich seiner Ex nicht mehr nähern. Jetzt, 20 Jahre nach der Tat, entschuldigt sich der heute milliardenschwere WhatsApp-Chef öffentlich für das Stalking. "Ich bedauere zutiefst, was passiert ist", erklärte Koum am Dienstag. Doch warum ausgerechnet jetzt?

Drängte Facebook Koum zu seiner Entschuldigung?

Auf den ersten Blick scheint die späte Entschuldigung unlogisch. Empfindet Koum plötzlich späte Reue? Viel wahrscheinlicher ist, dass sein Gang vor die Öffentlichkeit mit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook zusammenhängt. Mit ungefähr sieben Milliarden Dollar Privatvermögen ist Koum momentan der drittgrößte Einzelinvestor bei Facebook. Dass das Soziale Netzwerk Angst vor einem Image-Schaden aufgrund der Vergangenheit Koums hatte, gilt als sehr wahrscheinlich. Vermutlich haben Zuckerberg und Co. Koum sogar zu dem Schritt gedrängt. Das jedenfalls lassen einschlägige Foren im Internet vermuten.

Klar ist nun jedenfalls auch, warum WhatsApp-CEO Koum in den vergangenen Jahren kaum öffentlich zu sehen war. Ob er sich jetzt, nach seiner Entschuldigung, öfter blicken lassen wird, bleibt allerdings ungewiss. 

vin

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