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Der Messenger "WhatsApp" führt die Videotelefonie ein. 

Videoanrufe möglich

WhatsApp-Video-Call: So können Sie die neue Funktion nutzen

Mountain View - Gerüchte über Videoanrufe bei WhatsApp gab es schon lange. Jetzt wird für Funktion für alle Nutzer verfügbar. Die Bedienung ist denkbar einfach.

Facebooks Kurzmitteilungsdienst WhatsApp baut sein Angebot mit Videoanrufen aus. Ab Dienstag (15. November) sollen alle Nutzer "in den kommenden Tagen" schrittweise den Zugang zur neuen Funktion bekommen, wie WhatsApp in einem Blogeintrag mitteilte.

Verschlüsselung für mehr Schutz

Alle Videotelefonate würden mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, hieß es. Damit wären sie nur auf den Geräten der beteiligten Nutzer sichtbar und blieben auch für WhatsApp selbst unkenntlich.

Verfügbar ist die neue Funktion auf Telefonen mit dem Google-Betriebssystem Android, Apples iPhones und Microsofts Windows Phone.

WhatsApp hat mehr als eine Milliarde Nutzer und hat für viele auch in Deutschland die SMS abgelöst. Danach ermöglichte WhatsApp, über die Anwendung zu telefonieren. Über eine Videotelefonie-Funktion von WhatsApp wurde schon seit längerer Zeit spekuliert. Facebooks andere App in dem Markt - der Facebook Messenger - hat sie bereits. Hier wird allerdings auf Komplett-Verschlüsselung verzichtet.

Einfach Bedienung

Wer einen Video-Anruf über WhatsApp tätigen will, findet die Funktion im Symbol des Telefonhörers. Dort kann nun ausgewählt werden, ob der Anruf als Sprach- oder Video-Anruf getätigt werden soll. Wählt man den Video-Call, wechselt die Ansicht automatisch in den Vollbild-Modus, sodass man ein klares Bild seines Gesprächspartners vor sich sieht.

Der Wettbewerb bei Apps für Videotelefonie nimmt damit weiter zu. Neben Pionieren wie Skype, das inzwischen zu Microsoft gehört, setzt Apple auf seinen Geräten auf den Dienst FaceTime und Google startete jüngst die App Duo. Der auf Verschlüsselung spezialisierte Messenger Wire führte Videoanrufe bereits im Frühjahr ein.

Video-Anrufe für jedermann

WhatsApp, das neben Deutschland auch in Entwicklungs- und Schwellenländern stark ist, will mit einem übergreifenden Ansatz punkten. "Wir möchten diese Funktion für alle Menschen verfügbar machen, nicht nur für diejenigen, die es sich leisten können, teuere neue Telefone zu kaufen, oder die in Ländern mit den besten Mobilfunknetzen leben", hieß es in dem Blogeintrag.

Der Dienst stand zuletzt in den Schlagzeilen wegen der Ankündigung, einige Nutzerdaten wie die Telefonnummer mit Facebook zu teilen, um die Dienste des weltgrößten Online-Netzwerks zu verbessern. Nach Einwänden von Datenschützern wurde die Weitergabe und Verwendung der Informationen in Europa vorläufig auf Eis gelegt. Facebook hatte WhatsApp vor etwa zwei Jahren für rund 22 Milliarden Dollar gekauft.

dpa

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