Das müssen Nutzer wissen

WhatsApp gibt künftig Daten an Facebook weiter

  • schließen

München - Jetzt also doch: Der Messenger-Dienst WhatsApp aktualisiert seine Nutzungsbedingungen und gibt von nun an Daten der Nutzer an Facebook weiter. Das ist neu für die User.

Seit 2014 gehört WhatsApp zu Facebook. Entgegen aller Befürchtungen änderte sich für die Nutzer zunächst einmal nichts. Zwei Jahre später hat der Messenger-Dienst seine Nutzungsbedingungen und seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert. Dies sei "Teil unserer Pläne in den kommenden Monaten Wege zu testen, wie Personen mit Firmen kommunizieren können", heißt es auf dem WhatsApp Blog.

Mittlerweile nutzen nicht nur Privatpersonen Facebook, sondern auch viele Unternehmen. WhatsApp möchte nun wissen, wie die Nutzer mit Firmen kommunizieren und so SMS und Anrufe, zum Beispiel von der Fluggesellschaft, die eine Verspätung meldet, ablösen.

Nummer und Häufigkeit der Nutzung werden weitergegeben

In diesem Zug wird nun die in WhatsApp hinterlegte Handynummer an Facebook weitergegeben mit dem - falls vorhanden - entsprechenden Facebook-Konto verknüpft. WhatsApp und Facebook möchten auf diese Weise besser analysieren, wie der Kunde die Dienste nutzt. So wird Facebook darüber informiert, wie oft man WhatsApp nutzt. Als Vorteile für die User verspricht der Messenger-Dienst, effektiver gegen Spam-Nachrichten vorzugehen. Außerdem soll man auf diese Weise bessere Vorschläge für Freunde auf Facebook und Werbung von Unternehmen, denen man vertraut, bekommen.

WhatsApp betont, dass alle Nachrichten weiterhin mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versehen sind. "Auch wenn wir in den nächsten Monaten mehr mit Facebook zusammenarbeiten, werden deine verschlüsselten Nachrichten privat bleiben und niemand sonst kann sie lesen. Nicht WhatsApp, nicht Facebook oder irgendjemand sonst", heißt es im Blog. Die Handynummer soll auch nicht gepostet, geteilt oder in sonstiger Weise Dritten zugänglich gemacht werden.

Nutzer müssen Nutzungsbedingungen bis 24. September 2016 zustimmen

Positiv ist immerhin, das WhatsApp die Änderung so öffentlich macht. 2014 gab es Ärger, weil heimlich Einstellungen verändert wurden. Jetzt ist das anders: Die Nutzer werden in den kommenden Tagen eine Meldung von WhatsApp bekommen und müssen den Bedingungen bis 24. September 2016 zustimmen, um den Messenger-Dienst weiter nutzen zu können. Lediglich der Verwendung der Daten zur Personalisierung des Facebook-Accounts kann der Nutzer widersprechen - die Nummer und Häufigkeit der Nutzung werden in jedem Fall weitergegeben. Dazu in der Infomeldung auf "Zusätzliche Informationen" klicken und das entsprechende Häkchen entfernen.

ja

Rubriklistenbild: © imago/Eibner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Fünf praktische Funktionen in iOS 11
Apples iOS 11 ist da. Neben einem aufgefrischten Design bringt das Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod touch auch einige lang erwartete neue Funktionen mit sich. …
Fünf praktische Funktionen in iOS 11
McAfee: Avril Lavigne ist der "gefährlichste Promi" im Netz
Wer im Internet nach Musikern sucht, kann auf bösartige Webseiten stoßen. Bei der Sängerin Avril Lavigne sei dem Softwarehersteller McAfee zufolge die Wahrscheinlichkeit …
McAfee: Avril Lavigne ist der "gefährlichste Promi" im Netz
Schadsoftware im CCleaner: Neue Version installieren
Dem Wartungs-Werkzeug Cleaner haben Hacker eine Schadsoftware untergeschoben. Wie sollten Nutzer reagieren, die davon betroffen sind?
Schadsoftware im CCleaner: Neue Version installieren
Platz schaffen auf dem Smartphone
Wenn die Kamera partout kein Bild mehr aufnehmen will, wird es Zeit, auf dem Smartphone wieder klar Schiff zu machen. Denn ein voller Speicher verhindert nicht nur neue …
Platz schaffen auf dem Smartphone

Kommentare