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Wieder einmal kursiert ein Kettenbrief auf WhatsApp: Was wie eine Solidaritätsaktion aussieht, versetzt zahlreiche Nutzer in Angst vor Geld-Strafen.

Darauf sollten Sie achten

WhatsApp: Neuer Kettenbrief mit Kerze

München - In der Messenger-App WhatsApp ist seit kurzem ein neuer Kettenbrief im Umlauf. Die Nachricht erinnert an einen ähnlichen Fall vor etwa einem Jahr.

WhatsApp hat einen neuen Kettenbrief: Seit kurzem erhalten einige Nutzer der beliebten Chat-Anwendung folgende Nachricht auf ihr Smartphone: "Bitte ersetze dein Profilbild durch diese Kerze der Hoffnung für 24 Std. Lass uns ein Zeichen aus Solidarität der krebskranken Menschen setzen. Nimm dir nur eine Minute Zeit & danke Gott dass du Gesund bist! Schicke die Kerzen an alle deine Freunde weiter, von denen du denkst, sie haben ein Herz. Morgen sehen wir, wie viele Kerzen wir anzünden konnten." Im Anhang an die WhatsApp-Nachricht erhalten die User das entsprechende Bild, das sie anstelle ihres aktuellen Profilbildes einstellen sollen. Das berichtet der Blog mimikama.at, der sich mit Betrügereien im Internet befasst.

WhatsApp: Nach Kettenbrief folgt Abmahnung

Wie mimikama.at berichtet, folgt dem Kettenbrief oftmals auch eine Art "Abmahnung". Auch sie kursiert derzeit bei WhatsApp: "Ich habe soeben eine Nachricht erhalten. Löscht bitte alle das Profilbild (kerze) des Kettembriefes, sonst werde ihr wegen Urheberrechtsverletzung Post mit Strafe bekommen. Das ist eine Betrugsmasche, ihr nehmt fremdes Bild und sollt dann zahlen", heißt es in der Nachricht. Doch stimmt das?

Drohen Nutzern von WhatsApp nun Strafen?

Einen ähnlichen Fall gab es 2013 schon einmal bei WhatsApp, berichtet mimikama.at. Laut dem Internetblog wurden auch damals die Nutzer per Kettenbrief dazu aufgerufen, ihr Profilbild aus Solidarität mit Krebskranken durch eine Kerze zu ersetzen. Der Inhalt der Nachricht war fast identisch. Doch was ist dran an der Warnung, Nutzer würden abgemahnt, sobald sie das Bild in ihr Profil laden? Fakt ist, allein der Fotograf hat die Rechte an seinem Bild. Wer ohne zu fragen urheberrechtlich geschütztes Bildmaterial verwendet, macht sich grundsätzlich strafbar. Ob der Kettenbrief, der mit Strafe droht, tatsächlich vom Urheber des Bildes versendet wird und dieser einzelne User wirklich abmahnt, ist unklar.

Kettenbriefe bei WhatsApp: Am besten ignorieren

Wer bei der Aktion mitmachen möchte und seine Solidarität mit Krebskranken zeigen möchte, sollte also lieber selbst ein Foto von einer Kerze machen. Dann liegt in keinem Fall eine Urheberrechtsverletzung vor. Generell gilt: Immer wieder kursieren bei WhatsApp Kettenbriefe. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte diese Nachrichten einfach ignorieren, auch wenn man dann als "Spielverderber" gilt.

vin

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