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Mehr als doppelt so viele wie noch 2014

Whatsapp hat nun mehr als eine Milliarde Nutzer

Palo Alto - Der vom US-Konzern Facebook übernommene Kurzmitteilungsdienst WhatsApp hat die Marke von einer Milliarde Nutzer geknackt.

Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp hat als erste SMS-Alternative die Marke von einer Milliarde Nutzern geknackt. Aktuell würden über WhatsApp 42 Milliarden Nachrichten pro Tag übermittelt, teilte Mitgründer und Chef Jan Koum in der Nacht zum Dienstag per Facebook-Eintrag mit. Außerdem verschickten die Nutzer täglich 1,6 Milliarden Fotos und 250 Millionen Videos.

Facebook hatte WhatsApp 2014 für insgesamt gut 22 Milliarden Dollar übernommen. Damals hatte der Dienst erst gut 450 Millionen Nutzer. Das weltgrößte Online-Netzwerk sicherte zu, dass WhatsApp auch unter dem neuen Konzerndach weitgehend eigenständig agieren kann und die Nutzerdaten getrennt bleiben.

Das sei auch weiterhin der Fall, versicherte Koum jüngst in einem dpa-Interview. Sein Ziel sei weiterhin, WhatsApp auf alle Handys auf der Welt zu bringen. Mit dem Sprung unters Dach von Facebook habe sein Dienst Zugang zu der gewaltigen technischen Infrastruktur des Netzwerks bekommen und müsse sich keine Gedanken über das Geldverdienen mehr machen. Als die Übernahme vor zwei Jahren angekündigt wurde, bekamen zunächst vor allem in Europa Konkurrenz-Dienste Zulauf wegen Datenschutz-Ängsten. Doch insgesamt blieb das WhatsApp-Wachstum ungebrochen.

WhatsApp hatte im Januar die für einen Teil der Nutzer eingeführte Abo-Gebühr von einem Dollar pro Jahr abgeschafft, über die sich der Dienst ursprünglich finanzieren wollte. Das Geld solle künftig mit der Kommunikation zwischen Unternehmen und Verbrauchern verdient werden, kündigte Koum auf der Internet-Konferenz DLD in München an.

Internet-basierte Kurzmitteilungsdienste haben mit dem Vormarsch von Smartphones und schneller mobiler Datennetze für viele Nutzer die klassische SMS abgelöst. Facebook hat dabei eine besonders starke Stellung: Zum Online-Netzwerk gehört auch der Facebook Messenger mit über 800 Millionen Nutzern.

dpa

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