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Kein Ende in Sicht: Auf WhatsApp kursiert schon wieder ein grausamer Kettenbrief.

Kinder in Angst

Neuer Horror-Kettenbrief bei WhatsApp

Berlin - Er beschreibt, wie zwei Mädchen bei lebendigem Leib gehäutet werden: Bei WhatsApp ist seit einigen Tagen ein neuer und besonders ekelerregender Kettenbrief unterwegs. Er versetzt vor allem Kinder in Angst.

Wann hört das endlich auf? Schon wieder ist ein verstörender Kettenbrief bei WhatsApp aufgetaucht: Die Nachricht im Messenger versetzt besonders Kinder und Jugendliche in Panik. In dem WhatsApp-Kettenbrief wird unter anderem beschrieben, wie zwei Mädchen bei lebendigem Leib gehäutet werden. Später ereilt ihre Eltern das gleiche Schicksal.

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Der erste Teil des Kettenbriefes (zum Vergrößern bitte hier klicken).

"Wenn du das nicht innerhalb 148h an 20 Kontankte schickst, wirst du das Schicksal herausfordern, und dein/e Freund/in, oder die/der in der/dem du verliebt bist, wird das gleiche passieren!", droht der Brief bei WhatsApp seinem Empfänger. Als angeblich einziger Ausweg wird - wie immer bei Kettenbriefen - das Weiterleiten der Nachricht genannt. Auch auf Facebook kursiert die Meldung laut Mimikama seit einigen Tagen. Das Blog hatte am 11. Januar über den Kettenbrief berichtet.

Es ist nicht das einzige Schreiben bei WhatsApp und Facebook, das sich derzeit nach dem Schneeballsystem verbreitet. Für Schlagzeilen hatte unter anderem ein Kettenbrief gesorgt, der mit einer Löschung des WhatsApp-Kontos und einer darauffolgenden kostenpflichtigung Neu-Aktivierung gedroht hatte, wenn die Nachricht nicht weitergeleitet wird.

Sehen Sie hier aktuelle Kettenbriefe

Kettenbriefe auf WhatsApp und Facebook

Erwachsene durschauen solche Meldungen meist. Doch Kinder und Jugendliche lassen sich von den Horror-Nachrichten schnell Angst einjagen und leiten sie weiter, geben Experten von der Stiftung Medienpädagogik Bayern zu bedenken. "Die Erfahrung zeigt, dass Kinder sich durchaus durch solche Nachrichten einschüchtern lassen", sagt Stiftungs-Vorstand Verena Weigand. "Vor allem dann, wenn die Nachrichten einen hohen Realitätsgrad oder einen Bezug zur Lebenswelt aufweisen." Die Kinder könnten die Nachrichten nur schwer als Fiktion einordnen und setzten durch das Weitergeben eine Kettenreaktion in Gang.

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Wichtig sei es deswegen, dass Eltern ihren Nachwuchs im Gespräch über die Gefahren von Kettenbriefen aufklärten. Eltern sollten außerdem ein Vertrauensverhältnis schaffen, dass die Mädchen und Jungen sich bei Vorfällen auch an sie wenden, so die Expertin.

Der zweite Teil des Kettenbriefes (Zum Vergrößern bitte hier klicken).

Weigand empfiehlt, die Nachrichten auf keinen Fall zu löschen, sondern als Beweis zu sichern. Weiterer Tipp: "Zudem gilt: Nie antworten, mit Unbekannten keinen Kontakt aufnehmen, keine persönlichen Daten oder Bilder rausgeben." In besonders heftigen Fällen solle der Vorfall bei der Polizei gemeldet werden.

Auch im Umgang mit WhatsApp generell warnt die Expertin zur Vorsicht: Es dürfe nicht vergessen werden, das WhatsApp regelmäßig das komplette Telefonbuch des Nutzers mit Namen und Nummern unverschlüsselt an die Server des Messengers in den USA sende.

wei

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