Messenger-Nutzer verwirrt

WhatsApp: Was bedeutet der zweite Haken?

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München - Über 430 Millionen Menschen nutzen WhatsApp weltweit. Doch nur die wenigsten wissen, was es mit dem zweiten Haken beim Senden einer Nachricht wirklich auf sich hat. Wir erklären es.

WhatsApp führe zu Beziehungsstress zwischen Paaren, berichtete der Fernsehsender RTL. Schuld daran: Die Haken, die bei WhatsApp neben einer gesendeten Nachricht auftauchen. "Bleibt eine Nachricht zum Beispiel zunächst unbeantwortet, obwohl der Haken eindeutig zeigt, dass es gelesen wurde, beginnt das Gedankenkarussell: Was macht er gerade? Warum antwortet er mir nicht?", heißt es bei RTL.

WhatsApp: Facebook-Kettenbrief verärgert Nutzer

Kettennachricht zum zweiten WhatsApp-Haken eine Lüge

Doch zeigen die Haken bei WhatsApp wirklich an, dass eine Nachricht gelesen wurde? Was viele User nicht wissen: Der zweite Haken bedeutet mitnichten, dass eine Nachricht vom Empfänger gesehen wurde. Doch der Irrglaube bezüglich des zweiten WhatsApp-Hakens hält sich hartnäckig. Nach dem RTL-Bericht machte etwa auf Facebook eine Kettennachricht die Runde. Wie das Blog mimikama.at berichtet, behauptet sie, zwei Haken hinter einer WhatsApp-Nachricht bedeuteten wohl doch eine Lesebestätigung.

Zwei WhatsApp-Haken: Erfolgreich zugestellt

Doch das ist falsch. WhatsApp selbst stellt in seinen FAQ dar, dass ein Haken heißt, dass eine Nachricht erfolgreich an den WhatsApp-Server gesendet wurde. Sie hat also das Smartphone des Absenders erfolgreich verlassen.

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Zwei Haken dagegen symbolisieren, dass die "Nachricht erfolgreich an das Telefon deines Chat-Partners gesendet" wurde. Das bedeutet aber nicht, dass die Nachricht auch gelesen wurde. Nur, dass sie "zugestellt wurde", wie WhatsApp schreibt. Grundlage eines Beziehungsstreites sollten die Haken auf WhatsApp deswegen auf keinen Fall sein.

Die fiesesten Kettenbriefe auf WhatsApp und Facebook

Kettenbriefe auf WhatsApp und Facebook

WhatsApp hat inzwischen über 430 Millionen aktive Nutzer weltweit,  davon 30 Millionen in Deutschland. Pro Tag werden rund 18 Milliarden Nachrichten verschickt. WhatsApp-Gründer Jan Koum verkündete am Montag in München bei der Konferenz "Digital Life Design" (DLD), dass der Messenger unabhängig bleiben soll. Die Erfolgsgeschichte WhatsApp soll laut ihm trotz diverser Angebote nicht an einen Internetgiganten wie Google oder Facebook verkauft werden.

wei

Rubriklistenbild: © Kombo: dpa/Screenshot www.mimikama.at

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