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Eine junge Frau testet die HTC Vive auf einer Elektronik-Messe.

Unser Fazit

Wie sehr kann (und wird) VR unser Leben beeinflussen?

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München - Dass VR-Brillen in der Zukunft im Eintertainment-Bereich eine größere Rolle spielen werden, ist klar. Doch wie weit ist die Technik jetzt schon? Unser Fazit.

Unsere Reise durch einen Teil der schönen neuen Welt der Virtuellen Realität neigt sich dem Ende zu. Wir haben einiges gesehen, was uns staunen und die Kiefer nach unten klappen ließ. Und durch vieles konnte man sich auch auf jeden Fall einen Eindruck davon machen, was die Zukunft in Sachen Unterhaltung, Gaming oder auch Kreativität bringen könnte. Doch natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Die durchaus schon weit fortgeschrittene Technik hat ihre Grenzen und vor allem ihren Preis. Und wer es billiger will, bekommt natürlich auch weniger große Augen. Doch eins nach dem anderen.

Betrachtet man einzig die Spitzenmodelle der ersten breitentauglichen Generation der VR-Brillen, ist der Eindruck mit einem Wort: beeindruckend. Auch wenn einem natürlich stets klar ist beziehungsweise es einem klar sein sollte, dass man sich hier eben „nur“ in der Virtuellen Realität bewegt oder in dieser handelt, man taucht sehr schnell in diese ein und interagiert nach kurzer Anlaufzeit je nach Anwendung sehr intuitiv mit seiner Umgebung. Besonders mit Kopfhörern auf, wenn man also den Kontakt zur „Außenwelt“ komplett herunter fährt, fühlt man sich nach wenigen Minuten schon nicht mehr im in der realen Welt anwesend.

Obwohl die Entwicklung in Sachen Massen-VR erst am Anfang steht, sind die digitalen Möglichkeiten schier unbegrenzt. Schon jetzt arbeitet eine ganze Industrie mit Hochdruck daran, den virtuellen Raum mit Unterhaltungsmöglichkeiten zu füllen. So kann man mit der Brille Reisen, Malen, begrenzt Sport betreiben und, und, und. 

VR-Brillen: Noch gibt es einige Kinderkrankheiten - aber auch schlaue Gimmicks

Die Grafiken sind teilweise glasklar, teils sieht man aber auch die einzelnen Pixel direkt vor dem Auge umherschwirren, was dem ungewohnten Nutzer auch mal ein Gefühl der Enge geben kann. 

Apropos Unwohlsein: Prinzipiell kann man die von uns ausgiebig getestete HTC Vive auch anziehen, wenn man eine Brille trägt - also die HTC Vive über eine Brille getragen. Doch bei einigen Modellen drückt das Gestell dann doch sehr gegen den Kopf. Ein dauerhafter Spielspaß ist so nur schwer aufrecht zu halten. Ebenso fiel uns auf, dass das Kabel der VR-Brille besonders in größeren Räumen zu kurz ist. Dies schränkt die Bewegungsfreiheit ein und kann einen aus der virtuellen schnell und ungewollt in die wahre Realität zurückholen. Dies ist allerdings kein allzu gravierender Makel. Für kleinere Räume reicht der Kabelstrang recht locker aus, allerdings muss man immer wieder aufpassen, dass man sich bei zu vielen Drehungen nicht verheddert. Dabei hilft auch die Frontkamera, die ein sehr schlaues Feature der HTC Vive ist.

Eine merklich schlechtere Auflösung der gezeigten virtuellen Realität bietet die ebenfalls von uns getestete PlayStation VR. Die Brille selbst sitzt aber relativ fest und bequem auf dem Kopf. Leider schließen die Gummi-Einfassungen am Rande der Brille nicht komplett mit dem Gesicht ab, was stets zu einem kleinen Lichteinfall ins Blickfeld führt. Dem Spielerlebnis selbst tut dies aber kaum einen Abbruch, denn das Eintauchen in die virtuelle Realität funktioniert dank detaillierter Beschreibung am Bildschirm beim Aufbau vergleichsweise einfach. Pluspunkt: Das mitgelieferte Headset, das einen dreidimensionalen Klang erzeugt und das Erlebnis abrundet. Aber ähnlich wie bei der HTC Vive kann auch bei der PlayStation VR das Kabel manchmal etwas störend sein.

Wer VR wirklich erleben will, muss dafür zahlen

Um all diese tollen graphischen Erlebnisse erfahren zu können, muss man bereit sein, einiges an Geld in die Hand zu nehmen. Im Falle der HTC Vive kostet das Komplettpaket 899 Euro, bei der Oculus Rift sind es 699 Euro allein für die VR-Brille (einen handlichen Controller muss man sich noch dazu kaufen) und auch die Playshtation VR schlägt immerhin noch mit 399 Euro zu Buche. Bei der Oculus Rift und der HTC Vive braucht man dazu auch noch einen leistungsstarken Rechner, der im Bereich um die 1000 Euro kosten dürfte. Bei der Playstation VR muss man mindestens eine Playstation 4, besser sogar noch eine PS4 Pro sein Eigen nennen. Beispiele hierfür wären das Google Cardboard oder diverse günstige Anbieter bei Amazon.

VR-Brillen: Es gibt auch Unterhaltung für Erwachsene

Auch die stets aufgeschlossene Industrie für Erwachsenenunterhaltung hat das Thema VR natürlich schon für sich entdeckt. Bei den Marktführern in Sachen Porno-Inhalten gibt es längst VR-Videos, bei denen sich der Zuschauer im Lust-Raum bewegen kann. Auch begrenzte Möglichkeiten der Interaktion gibt es. Was man dazu braucht, ist im Falle der HTC Vive eine spezielle App, genannt Virtual Desktop, die es im Steamstore zu erwerben gibt. Diese simuliert um einen herum dann die Desktop-Umgebung. Hat man sich das Video seiner Wahl dann heruntergeladen, kann man mit ein paar einfachen Einstellungen den digitalen Lüsten nachgehen.

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