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Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Online-Enzyklopädie

Wikipedia soll weiblicher werden

Berlin - Für Wikipedia kann jeder Artikel verfassen - doch die meisten Autoren der Online-Enzyklopädie sind männliche Computer-Nerds. Das führt zu einem Problem, das jetzt behoben werden soll.

Anlässlich des Weltfrauentags hat Wikipedia-Gründer Jimmy Wales angekündigt, mehr freiwillige Autorinnen für die Online-Enzyklopädie anzuwerben. "Fakt ist, nur 15 Prozent unserer aktiven Gemeinschaft sind weiblich", sagte Wales der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe). "Unser Ziel ist es, den Frauen-Anteil so schnell wie möglich auf 25 Prozent zu steigern." Als einen Grund dafür nannte Wales, dass manche Themengebiete bislang nicht ausreichend abgedeckt würden, weil "die meisten Mitmacher männliche Computer-Nerds sind".

So seien Einträge über Themen wie Mode, Unterhaltung aber auch frühkindliche Entwicklung eher unterrepräsentiert, erklärte der Wikipedia-Gründer anlässlich des Internationalen Frauentags, der alljährlich am 8. März begangen wird. Junge, unverheiratete und Technik-begeisterte Männer würden sich über derartige Themen vergleichsweise wenig Gedanken machen.

Wikipedia gibt es in mehr als 280 Sprachen, auf deutsch wurden bisher fast 1,7 Millionen Artikel verfasst. Das kostenlose und werbefreie Internet-Lexikon revolutionierte den klassischen Markt für Enzyklopädien: Die traditionsreiche Encyclopedia Britannica stellte 2012 ihre Printausgaben ein.

afp/dpa

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