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Bei dem Umstieg von Windows 7 oder 8 auf Windows 10 sammelt Microsoft einige Anwenderdaten. Doch die Datenschutz-Einstellungen lassen sich anpassen. Foto: Microsoft

Windows 10: Bei Umstieg nicht Expressinstallation wählen

Nutzer von Windows 7 und Windows 8 können kostenlos auf die Version 10 des Betriebssystems umsteigen. Wer dessen volle Funktionalität nutzen will, muss aber einige Daten preisgeben.

Berlin (dpa/tmn) - Der PC fordert derzeit viele Windowsnutzer zum Umstieg auf Windows 10 auf. Dabei sollte man nichts überstürzen, rät die Zeitschrift "test", die sich das Betriebssystem (Ausgabe 10/2015) näher angesehen hat.

Nutzern, die noch mit Windows 7 arbeiten, empfehlen die Experten, auf die Version 10 umzusteigen, wenn sie Interesse am Sprachassistenten Cortana oder dem neuen Browser Edge haben. Letzterer arbeite schneller und erleichtere im Tablet-Modus die Arbeit mit Wischgesten. Wer Windows 8 nutzt und dort das klassische Startmenü vermisst, der findet es nun wieder bei Windows 10. Die Kachel-Optik aus Windows 8 bleibt daneben erhalten, so dass Nutzer flexibel zwischen den Bedienkonzepten wählen können.

Microsoft bietet Nutzern von Windows 7 und Windows 8 das neue Betriebssystem bis Juli 2016 kostenlos an. Das Unternehmen macht kein Geheimnis daraus, dass das Betriebssystem und dessen Funktionen diverse Daten über den Anwender sammelt. In den Standardeinstellungen greift es laut "test" gegebenenfalls auf Namen, Adresse, Alter, Geschlecht und die Telefonnummer zu. Außerdem werde der Standort des Gerätes erfasst und teilweise auch, welche Webseiten angesurft werden.

Wer das umgehen möchte, sollte bereits bei der Installation die Option "Einstellungen anpassen" wählen, rät "test". Dort lassen sich die Datenschutzoptionen anpassen. Nach der Installation hilft ein Blick in die Einstellungen und dort der Reiter "Datenschutz", um Apps den Zugriff auf bestimmte Daten und Funktionen zu ermöglichen oder zu verwehren. Auch Microsoft selbst bietet auf seiner Webseite Anleitungen an, wie sich Datenschutz-Einstellungen anpassen lassen.

Wer darauf verzichtet, sein Windows 10 mit einem Microsoft-Konto zu verknüpfen, muss sich ebenfalls weniger Gedanken um den Datenschutz machen, weil viele Daten gar nicht erst bei Microsoft landen, so Stiftung Warentest. Allerdings schränke das die Funktionalität ein. So sei der Sprachassistent nicht nutzbar, die Synchronisation von Mails und Kalendereinträgen zwischen verschiedenen Geräten funktioniere ebenfalls nicht.

Windows 10 und Datenschutz bei Microsoft

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