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Microsoft hat Windows Server 8, sein neues Betriebssystem für Unternehmen, als Beta-Version auf den Markt gebracht.

Windows Server 8: Mehr Möglichkeiten für Unternehmen

Zusammen mit Windows 8, dem neuen Betriebssystem für zuhause, hat Microsoft das Profi-Betriebssystem Windows Server 8 als Vorab-Version veröffentlicht. Wann die endgültige Version erscheint, ist unklar. Sicher ist: Im Vergleich zum Vorgänger Windows Server 2008 bietet es jede Menge Neuerungen.

Ein Betriebssystem ist eine Voraussetzung, um an einem Computer arbeiten zu können. Es dient als Schnittstelle zwischen der Hardware eines Computers und der Software, die der Nutzer anwendet. Das Betriebssystem verwaltet die Programme auf dem Rechner, steuert sie und wickelt sie ab. Während ein privater Nutzer das Betriebssystem normalerweise direkt auf seinem Rechner installiert, greifen in einem Unternehmen alle Rechner auf ein zentrales Betriebssystem auf einem Server zu.

Die gängigsten Betriebssysteme sind „Windows“ des Software-Riesen Microsoft, die Open-Source-Software Linux und die Betriebssysteme von Apple. Microsoft bietet zwei Versionen:

  • Das Betriebssystem für den Privatanwender heißt einfach „Windows“. Die aktuelle Version Windows 7 ist seit Oktober 2009 auf dem Markt und soll durch Windows 8 abgelöst werden.
  • Für Unternehmen bietet Microsoft „Windows Server“. Als Nachfolger für die aktuelle Version Windows Server 2008 mit der Erweiterung R2 arbeitet Microsoft an Windows Server 8.

Vorab zum Testen: Windows 8 und Windows Server 8

Im Konkurrenzkampf mit den Linux-Produkten hat Microsoft jetzt vorgelegt: Der Konzern hat beide Betriebssysteme überarbeitet und – erstmals parallel – als Vorab-Version veröffentlicht. Seit dem 29. Februar 2012 kann sich jeder private Nutzer Windows 8 und jedes Unternehmen Windows Server 8 als Beta-Version herunterladen. Damit gibt Microsoft den Usern die Möglichkeit, das noch unfertige Programm zu testen.

Wer nicht mit der Beta-Version von Windows Server 8 arbeiten, sondern das aktuelle Microsoft-Betriebssystem ausprobieren möchte, kann eine 180-Tage-Testversion von Windows Server 2008 R2 herunterladen. Erst nach Ablauf von sechs Monaten entscheidet er, ob er die Software kaufen möchte.

Windows Server 8: Verbesserte Virtualisierungs-Software

Das neue Betriebssystem Windows Server 8 bietet nach Angaben von Microsoft mehrere Hundert Änderungen gegenüber der Vorgängerversion Windows Server 2008 R2.

Eine elementare Neuerung ist die Überarbeitung der Virtualisierungs-Software Hyper-V, die bereits Bestandteil der Vorversion ist. Diese braucht man, um eine sogenannte virtuelle Maschine – kurz VM – zu betreiben. Eine VM besteht nicht aus Hardware, sondern ausschließlich aus Software, die auf einen entfernten Server zugreift und die Hardware-Komponenten simuliert. Festplatte, Prozessor, Speicher – alles das existiert nicht physisch, sondern virtuell. Der Vorteil: Von einem einzelnen physischen Rechner aus können mehrere VM gleichzeitig betrieben werden. In einem Unternehmen müssen dadurch nicht mehr alle Mitarbeiter mit jeder Art von Hardware ausgestattet werden. Sie arbeiten an virtuellen Maschinen.

Um die VM betreiben und verwalten zu können, benötigen die Administratoren eine Virtualisierungs-Software, einen sogenannten Hypervisor. Je leistungsstärker und flexibler diese Software, desto einfacher und schneller können die Administratoren die einzelnen VM steuern und koordinieren. Mit Windows Server 8 und der verbesserten Hyper-V-Software ist es zum Beispiel möglich, den Server während des laufenden Betriebs einer oder mehrerer VM umzuziehen. Sogar von einer privaten Cloud in eine andere lassen sich die VM verschieben.

PowerShell anstelle einer grafischen Benutzeroberfläche

Mit Windows Server 8 bewegt sich Microsoft weg von der grafischen Benutzeroberfläche, abgekürzt meist GUI (für „Graphical User Interface“). Für das neue Betriebssystem hat der Konzern seine Administrator-Oberfläche „PowerShell“ überarbeitet, vereinfacht und eine aktuelle Version 3.0 mit noch mehr Steuerungs-Möglichkeiten entwickelt. Der Administrator verwaltet alle Systeme über eine Befehlszeile, in die er einen Text eingibt. Ein einzelner Befehl lässt sich sogar auf mehrere Server gleichzeitig anwenden.

Obwohl Microsoft die Steuerung ohne GUI bevorzugt, entscheidet auch in Windows Server 8 jeder Administrator selbst, mit welcher Benutzeroberfläche er arbeitet. Ein Vorteil von Windows Server 8 gegenüber seinem Vorgänger: Wird das neue Betriebssystem zunächst ohne GUI installiert und möchte der Administrator nachträglich wechseln, ist eine Aktualisierung problemlos möglich. In der Vorversion musste er dazu den Server neu installieren.

Windows Server 8: Testen und gewinnen

Je mehr Anwender die neuen Versionen der Microsoft-Betriebssysteme und anderer Software testen, desto mehr Fehler kann der Konzern bis zur endgültigen Veröffentlichung identifizieren und beheben. Deshalb schaffen Gewinnspiele zu Windows Server 8 und anderen Programmen einen Anreiz, die neueste Software zu testen.

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