Ab Winter: Bachelor für Gymnasiallehrer

- Wer an der Technischen Universität München (TUM) Lehramt studiert, dem wird der Wechsel zu einem anderen Studiengang bald leicht gemacht. In der Fächerkombination Biologie/Chemie bietet die TUM zum Wintersemester den bayernweit ersten Studiengang fürs Gymnasial-Lehramt in Bachelor-/Master-Struktur an. Der Weg zum Lehrer führt jedoch auch weiterhin über das Staatsexamen.

Professor Wilfried Huber vom Lehrerbildungszentrum der TUM verspricht sich von dem neuen Studiengang vor allem "Polyvalenz": Wer als Biologie-Lehrer in spe an die Uni gehe, solle auch dann vom Studium profitieren, wenn sich fünf Jahre später der Berufswunsch geändert hat oder keine Bio-Lehrer gebraucht werden.

Bisher sei das Lehramtsstudium "ein monolithischer Strang" gewesen, "aus dem man schwer herauskommt", erklärte TUM-Chef Wolfgang A. Herrmann. Der aus Modulen aufgebaute "Bachelor/Master naturwissenschaftliche Bildung" soll das ändern. Wer sich nach dem Bachelor nach sechs Semestern gegen den Lehrberuf entscheide, könne ohne weiteres in den fachwissenschaftlichen Studiengang Biologie oder Chemie wechseln, betonte Huber. Man verliere dadurch höchstens ein Semester.

Ob ein Student geeignet für den Lehrberuf ist, soll sich im "TUMPaedagogicum" zeigen: Über die ersten drei Semester sind Schulpraktika, Psychologie- und Pädagogik-Seminare ins Fachstudium eingewoben. Alle Studenten müssen einen Eignungstest der TUM durchlaufen.

In den ersten sechs Semestern bis zum Bachelor werden vor allem Kenntnisse in Chemie oder Biologie vermittelt, im jeweils anderen Fach nur Grundlagen. Das zweite Fach ist neben Pädagogik und Didaktik Schwerpunkt des viersemestrigen Master-Studiums. Die für den Bachelor zu schreibende wissenschaftliche Arbeit soll zugleich als Zulassungsarbeit fürs Staatsexamen anerkannt werden. Eine weitere wissenschaftliche Arbeit müssen die Studenten zum Abschluss des Master-Studiums schreiben.

Lehramts-Anwärter müssen nach dem neunten Semester zusätzlich die erste Staatsprüfung ablegen. Herrmann zeigte sich aber optimistisch, dass diese Zulassungsvoraussetzung für den Lehrberuf "mittelfristig" abgeschafft werde.

Er versicherte zudem, dass bereits ähnliche Konzepte für andere Fächerkombinationen in Arbeit seien.

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