Wissenpakete aus dem Netz

- Vorlesungen, Skripten oder Fachliteratur von einzelnen Studiengängen an Münchens Hochschulen könnten bald über das Internet verfügbar sein. Die Idee, ein kompaktes Wissenspaket über den Stoff eines Semesters online zur Verfügung zu stellen, verfolgen jetzt die beiden Betriebswirtschaft-Studenten Gabor Kiss und Martin Schönberger von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Die beiden Freunde haben bereits konkrete Vorstellungen, wie sie die Idee an der Universität verwirklichen können.

Mit ihrem Konzept haben sie schon die erste Stufe des mit 500 Euro dotierten Münchner Business Plan Wettbewerbs an der LMU gewonnen. Dazu gründeten sie die "Media Terminal Gesellschaft" (MTG).<BR><BR>"Wir wollen den Studenten die Möglichkeit geben, sich im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten das gesamte Fachwissen eines Kurses oder eines Seminars digital über das Internet zusammenstellen zu können", erklärt Martin Schönberger.<BR><BR>Das Erfolgsgeheimnis ist das individuelle Angebot<BR> <BR>"Book on demand" heißt ihr Schlüssel zum Erfolg. Ein Ausdruck oder das Brennen einer CD mit den gewünschten Informationen erfolgt nur bei einer definitiven Bestellung durch den Studenten. Das ist ein Konzept, das heute gerne bei wissenschaftlichen Publikationen angewendet wird. <BR><BR>"Das Angebot ,book on demand' soll auf jeden Fall billiger sein, als wenn man sich die Fachliteratur als neues Buch kauft", sagt Schönberger. <BR>Zudem wollen Martin Schönberger und Gabor Kiss Videomittschnitte von Vorlesungen anbieten. "Dieses Angebot soll vor allem ausländischen Studierenden nützen, die dann das Gesagte noch einmal zu Hause in aller Ruhe nachvollziehen können", erklärt Schönberger. Der BWL-Student ist jetzt im sechsten Semester und will mit Gabor Kiss die Idee auf jeden Fall in die Realität umsetzen und eine Firma gründen. <BR><BR>"Auch die Hochschulleitung steht unserer Idee sehr positiv gegenüber und will uns bei der Umsetzung unterstützen", sagt Schönberger.<BR><BR>Für die beiden steht jetzt erst einmal die zweite Stufe des Business-Plan-Wettbewerbs an. Hier geht es darum, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, einen Finanzplan zu erstellen und Organisationsstrukturen des Unternehmens zu entwerfen. "Das bedeutet viel Arbeit", sagt Schönberger, "aber wir haben jetzt Ferien und hängen uns da voll rein." <BR><BR>Wenn sie ihr Vorhaben weiter erfolgreich umsetzen, dann wollen sich die beiden Studenten Verlage suchen, die an einer Vermarktung der Idee interessiert sind.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Intels "Kaby-Lake"-Chips: Leistungsplus und Typenvielfalt
Aus Expertensicht ist es ein kleiner Schritt, kein großer Sprung: Intels Core-i-Prozessoren der siebten Generation bieten etwas mehr Leistung und eine verwirrende …
Intels "Kaby-Lake"-Chips: Leistungsplus und Typenvielfalt
Sterne fotografieren: Die richtigen Einstellungen wählen
Der Nachthimmel ist klar und voller Sterne: ein wunderschönes Fotomotiv. Einfach losknipsen sollten Hobbyfotografen aber nicht. Hier gibt es Tipps zur Kamera und zu den …
Sterne fotografieren: Die richtigen Einstellungen wählen
Konsolenspiele: Fantasie, Abenteuer, Aufbauen
Gemächliches Tempo, Beziehungsgeschichten und ungewöhnliche Spielkonzepte: Bei den aktuellen Titeln für die Konsolen kommen Abenteuer und Tiefgang vor kurzweiliger …
Konsolenspiele: Fantasie, Abenteuer, Aufbauen
No-Name-Geräte: Welche lohnen sich wirklich?
Ein iPhone für 1000 Euro, eine Siemens-Waschmaschine für 1200 Euro – lohnt sich das wirklich? Wie gut sind die Alternativen der Billighersteller? Kann das englische …
No-Name-Geräte: Welche lohnen sich wirklich?

Kommentare