Wissenschaftler rekonstruieren Stasiakten am Computer

- Garching - Wissenschaftler in Garching bei München arbeiten an einer Rekonstruktion zerrissener Stasiakten am Computer. Am Institut für Informatik der Technischen Universität München habe eine Arbeitsgruppe ein Programm entwickelt, das Seiten automatisch wieder zusammensetze, berichtete die Professorin Angelika Steger am Dienstag bei der Vorstellung des Projekts.

<P>In einem ersten Probelauf mit fiktiven Unterlagen sei es gelungen, aus einem Sack mit rund 20 000 Papierschnipseln binnen einer Woche den größten Teil weitgehend wieder zusammenzusetzen, erläuterte Steger. Bei der Bundesbehörde für die Stasiunterlagen, wo seit 1995 die Akten von Hand zusammengepuzzelt werden, braucht ein Mitarbeiter nach Stegers Worten für die Rekonstruktion der Seiten aus einem Sack ein ganzes Jahr.</P><P>Das Computer-Programm ist allerdings noch nicht praxisfähig. Probleme bereite noch das Scannen der Schnipsel, sagte Steger. Insgesamt hatte die Staatssicherheit der DDR nach Stegers Worten Ende 1989 knapp 17 000 Säcke mit jeweils etwa 2000 zerrissenen Seiten hinterlassen. Bisher sei die Rekonstruktion nur bei rund 300 Säcken gelungen.</P>

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