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"Wolfram Alpha" kann konkrete Fragen beantworten.

Mathematiker will Google Konkurrenz machen

Wer das Netz benutzt, kommt um Google nicht herum. Das soll sich ändern. Ab Mai beantwortet die Suchmaschine "Wolfram Alpha" konkrete Fragen.

Ein Brite macht sich auf, Google Konkurrenz zu machen. Stephen Wolfram, ein angesehener Mathematiker, will die Suchmaschine "Wolfram Alpha" entwickelt haben, die statt wilder Dokumentenberge konkrete Antworten ausspuckt. In seinem Blog erklärt er, wie er dazu kommt und wie es funktionieren soll.

Bisher sucht Google nach Dokumenten und Websites, in denen das gesuchte Wort vorkommt. Die Suchergebnisse sind dann oft unübersichtlich und die Menge ist viel zu groß. Schön wäre, man könnte seine Frage eingeben und bekäme eine Antwort. Das kann Wolfram Alpha, so heißt die neue Erfindung, die ab Mai online sein soll. Fragt man "Wer ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika?", antwortet Wolfram Alpha "Barack Obama".

Möglich machen diese sogenannte semantische Suche mathematische Formeln, die angelehnt an neuronale Prozesse im Gehirn anhand der Suchbegriffe erahnen können, was der Suchende wissen will. Wenn das funktioniert, erhalten wir in Zukunft nicht mehr abertausende Websites, sondern eine gezielte Auswahl an Informationen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dem entspricht, was wir tatsächlich wissen wollen. Wer eine fachkundige Erklärung wünscht, sollte sich bei Venture Beat und dem britischen Guardian belesen.

Die Reaktionen auf diese bahnbrechende Neuigkeit sind unterschiedlich. Thomas Knüwer schreibt in seinem Blog Indiskretion Ehrensache, er halte eine semantische Suchmaschine für möglich, sei aber aufgrund der vielen Ankündigungen in den letzten Jahre skeptisch. Auch die Blogpiloten sind neugierig, aber skeptisch.

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