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Yahoo will Facebook besser integrieren.

Yahoo bindet Facebook stärker ein

Sunnyvale - Yahoo will vom Erfolg von Facebook profitieren und integriert es stärker in sein Internetportal. Statusmeldungen von Freunden sollen bei Yahoo eingesehen werden können.

Nutzer können von Dienstag an Facebook-Kontakte in ihr Yahoo-Nutzerkonto übertragen und deren Statusmeldungen lesen. Zudem vereinfache man die Einstellungen zur Privatsphäre deutlich, erklärte das Unternehmen am Montag am Firmensitz in Sunnyvale (Kalifornien). Yahoo reagiert damit auf das starke Wachstum der Online-Netzwerke, die klassischen Portalen zunehmend Konkurrenz machen. Nutzer können sich künftig von der Yahoo-Website aus bei Facebook einloggen. Inhalte, die sie beim sozialen Netzwerk veröffentlichen, lassen sich auf der Yahoo-Seite einspeisen und beispielsweise im Mail-Postfach lesen. Umgekehrt können Nutzer ihre Aktivitäten auf den Yahoo-Seiten den Facebook-Freunden mitteilen, etwa wenn sie beim Yahoo-eigenen Fotoportal Flickr Bilder hochladen oder Nachrichten kommentieren. Yahoo verfolgt mit der Integration zwei Ziele.

Die lustigsten Gruppen auf Facebook

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Zum einen will das Unternehmen seine eigenen Nutzer an sich binden. “Wir versuchen, Yahoo zum Zentrum des Online-Universums zu machen“, sagte der für soziale Netzwerke zuständige Manager Jim Stoneham. Zum anderen hofft der Internet-Pionier, unter Facebook-Nutzern seine Bekanntheit zu steigern. Das Unternehmen hat außerdem seine Privatsphäre-Einstellungen überarbeitet und in “Yahoo Pulse“ umbenannt. Die Seite sei eine Art “Schaltzentrale“, in der Nutzer auf einen Blick sehen können, welche Informationen an externe Dienste wie Facebook übertragen werden. Die für den Datenschutz zuständige Yahoo-Managerin Anne Toth sagte, dies sei eine Reaktion auf die jüngsten Negativ-Schlagzeilen im Bereich der Online-Netzwerke. “Wir wollen sicherstellen, dass die Nutzer die Kontrolle haben.“

Die Funktion steht ab Dienstag zur Verfügung. Der Ausbau des Portals ist damit noch nicht abgeschlossen. Im Laufe des Jahres will Yahoo auch den Kurzmeldungsdienst Twitter auf eine ähnliche Weise einbinden. Zudem steht noch die Integration des Spiele-Anbieters Zynga aus. Die Unternehmen hatten kürzlich eine strategische Zusammenarbeit beschlossen. Yahoo gehört mit weltweit knapp 600 Millionen Nutzern zu den größten Internetportalen. Mit dem Aufkommen der sozialen Netzwerke ist dem Pionier allerdings große Konkurrenz entstanden. Seit dem Antritt der Chefin Carol Bartz im Januar 2009 baut Yahoo seine Website grundlegend um. Online-Netzwerke spielen dabei eine zentrale Rolle.

dpa

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