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Über Tablet, PC und Smartphone können Jugendliche auf "Younow" online gehen.

Trend-Plattform unter Jugendlichen

"YouNow": So riskant ist das neue Trend-Portal

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Berlin - Auf der Trend-Plattform "YouNow" geben Jugendliche Fremden Einblick in ihre Privatsphäre - an die Risiken des Live-Streams denken sie dabei oft nicht. 

YouTube war gestern - der Streaming-Dienst "YouNow" ist der neue Trend unter Jugendlichen. Per Live-Webcam filmen sie sich zu Hause, bei Freunden oder in der Schule und können sofort auf Fragen und Kommentare der Zuschauer antworten. Doch viele der jungen Nutzer sind sich der Gefahren des Portals nicht bewusst.

Keine Anmeldung notwendig

Denn man weiß nie wer alles zuschaut, während sich Teenager im Schlafanzug oder beim Schminken filmen und dabei arglos Fragen nach Alter, Wohnort oder anderen Erfahrungen beantworten. Um die Videos anzusehen, braucht es keine Anmeldung. Nur wer selbst chatten möchte, muss sich über Facebook, Twitter oder Instagram registrieren. Diese Verknüpfung mit Profilen von anderen sozialen Netzwerken macht es sehr schwierig, die Echtheit der Nutzerdaten zu überprüfen. Auch die Altersgrenze von 13 Jahren kann somit offenbar leicht umgangen werden.

Laut den Nutzungsbedingungen des Anbieters ist die Weitergabe privater Daten auf "YouNow" verboten. An diese Regelungen halten sich viele Nutzer aber nicht, wie schnell deutlich wird, wenn man sich in dem Portal umsieht. Gerade junge Menschen rücken breitwillig persönliche Daten wie Adresse oder Telefonnummer heraus. Auf der Gegenseite sind unangenehme Fragen und Kommentare der Zuschauer keine Seltenheit. Daran ändern auch die Angaben des Betreibers nichts, wonach die Chats rund um die Uhr überwacht werden. 

Rechtliche Gefahren

In den Live-Chats lauern auch rechtliche Tücken, denen sich viele YouNow-Nutzer gar nicht bewusst sind. Denn oft sind auf den Videos andere Personen wie Lehrer, Mitschüler oder Freunde zu sehen, die überhaupt nicht wissen, dass sie gerade gefilmt werden. Ist das der Fall, könnten sie später wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte klagen und Unterlassungsansprüche stellen.

Auch wer sich im Schlafzimmer filmt, während im Hintergrund die Lieblingsmusik läuft, riskiert rechtliche Konsequenzen. Denn solche Stücke dürfen nur mit der Genehmigung des Rechteinhabers an die Öffentlichkeit gesendet werden, andernfalls droht eine Abmahnung. sr      

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