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Darf keine Warner-Videos mehr spielen: Das Videportal Youtube verliert einen gewichtigen Geschäftspartner.

Warner lässt Youtube Videos löschen

Der Branchenriese Warner war 2006 der erste Konzern, mit dem das Videportal Youtube einen Vertrag abschloss. Nun lässt Warner den Geschäftspartner sitzen.

Madonna, James Blunt und Udo Lindenberg: Bei Youtube findet deren Musik offiziell nicht mehr statt. Dafür hat ihre Plattenfirma Warner Music Group gesorgt. Der Branchenriese hat dem Videoportal die Zusammenarbeit aufgekündigt.

Vor zwei Jahren waren beide einen Vertrag eingegangen, der es Youtube erlaubte, die Musikvideos der Künstler zu verbreiten. Dafür erhielt Warner eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen und eine kleine Summe für jedes abgespielte Video. Zu wenig, fand Warner, und verlangte mehr. Am Samstag ist das freundschaftliche Verhältnis der Konzerne geplatzt.

Überraschend, findet der deutschsprachige Branchendienst Meedia und erklärt, warum Youtube und Warner einander brauchen. Dort wird auch ein Brancheninsider zitiert, der vermutet, dass die Plattenfirmen mit Videos im Internet einen satten zweistelligen Millionenbetrag verdienen. Mehr Hintergründe hat dieser englischsprachige Artikel, der auf aktuelle Probleme der Musikindustrie eingeht.

Durch sinkende CD-Verkäufe und steigene Musikpiraterie müssen die Plattenfirmen nach Alternativen suchen - ein Grund, warum die vier größten Labels in den USA Verträge mit Youtube eingegangen sind. Auch begründet dieser Hintergrund die Entscheidung der amerikanischen Musikindustrie, Massenklagen gegen Raubkopierer einzustellen und stattdessen mit den Online-Portalen zusammenzuarbeiten.

Diese Einstellung würde auch den Ärger bei den Kunden schmälern. Der renommierte Blogger Don Dahlmann macht an dieser Stelle seinem Ärger über die Musikindustrie Luft. Auf Youtube selbst hat ein Nutzer eine Videobotschaft an Warner gepostet, in der er kein Blatt vor den Mund nimmt. Dass eine Zusammenarbeit auch für das Image eines Konzerns gut ist, haben die Plattenfirmen bereits bemerkt. Um so unerwarteter kommt für viele die Entscheidung von Warner.

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