Zebrafische gegen das Vergessen

- Auf den ersten Blick haben Mensch und Fisch wenig gemeinsam. Dennoch sind sie sich sehr ähnlich, genetisch gesehen. Aus diesem Grund sind die kaum drei Zentimeter großen Zebrafische bei Biologen und Medizinern als Forschungsobjekte beliebt. Ein weiterer Vorteil für die Wissenschaft: Die Embryonen der Fische sind durchsichtig, das Wachsen der Organe kann man unterm Mikroskop mitverfolgen. Nach zwölf bis 16 Wochen sind die Tiere geschlechtsreif.

Beheimatet sind die Tiere eigentlich in den Zuflüssen des Ganges in Bengalen, Pakistan und Bangladesch. Dort leben sie in langsam fließenden oder stehenden Gewässern, wie zum Beispiel Reisfeldern.

Doch hierzulande gedeihen sie ebenfalls prächtig: Am Lehrstuhl für Stoffwechselbiochemie des Adolf-Butenandt-Instituts um Professor Christian Haass haben Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität in ihren Kellerräumen eine große Aquarium-Anlage eingerichtet, in der sie Zebrafische züchten. Es herrschen tropische Temperaturen, überall hört man Wasser plätschern.

Mit den Tieren erforschen die Biochemiker, wie bestimmte Gene zu Alzheimer führen können. Dazu setzen sie in die einen Millimeter großen Embryonen der Tiere verschiedenen Gene ein und untersuchen, wie sie darauf reagieren.

Ganz oben auf der Wunschliste der Forscher steht die Züchtung eines Zebrafischs, der ähnlich vergesslich ist wie Alzheimer-Patienten und die gleichen Ablagerungen im Gehirn aufweist, die zu der Erkrankung führen. Anschließend wollen die Wissenschaftler nach Genen suchen, die diese Ablagerungen verhindern könnten.

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