Zehn Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen

- In Deutschland leben nach Angaben eines Experten derzeit zehn Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. "Jeder vierte Patient kommt wegen Schmerzen in die Arztpraxis", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, Professor Michael Zenz.

<P>Münster - Dieser Aspekt werde sowohl in der ärztlichen Ausbildung als auch in der Gesundheitspolitik viel zu wenig berücksichtigt, kritisierte er zum Auftakt des Deutschen Schmerzkongresses in Münster.</P><P>Rückenschmerzen seien der Quälgeist Nummer eins der Bevölkerung. Am zweithäufigsten gingen Patienten wegen Kopfschmerzen zum Arzt, gefolgt von Nerven- und Tumorschmerzen. "Frauen kommen häufiger als Männer", sagte Zenz. Im Alter von 50 Jahren sind die Menschen nach Auskunft des Experten am schlimmsten vom Schmerz geplagt. Allein durch chronische Rückenschmerzen und deren Folgen entstehen in Deutschland Kosten in Höhe von jährlich 17 Milliarden Euro. "Durch gezielte Schmerztherapie und Krankengymnastik könnte viel schon in der Entstehung gespart werden", sagte Zenz.</P><P>Beim Deutschen Schmerzkongress treffen sich bis Sonntag mehr als 2000 Mediziner aus dem In- und Ausland, um über neue Forschungsergebnisse, neue Medikamente und Therapiemöglichkeiten zu beraten. Der Kongress steht unter dem Motto "Schmerztherapie: Anspruch und Wirklichkeit". Unter anderem erwecke die Werbung für frei verkäufliche Schmerzmittel den Eindruck, chronischer Schmerz könne auf Knopfdruck unterdrückt werden, sagte Tagungspräsident Stefan Evers. Diesem überhöhten Anspruch könne die Schmerzmedizin nicht immer gerecht werden.</P>

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