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Die Zeitung Seattle Post-Intelligencer erscheint in Zukunft nur noch online.

US-Traditionsblätter machen dicht

Die Zeitungskrise hat die amerikanischen Medien fest im Griff. In Seattle und in den Rocky Mountains gehen jetzt zwei Traditionsblätter pleite.

In den USA haben schon zwei Traditionsblätter dicht gemacht. Das zeigt, die USA befinden sich in einer schweren Zeitungskrise. Schon seit Monaten hagelt es Hiobsbotschaften, jetzt fallen auch große Blätter der Krise anheim. 

Ende Februar wurden die Rocky Mountain News eingestellt. Das Blatt blickt auf eine 150 jährige Geschichte zurück und versorgt mit einer Auflage von 210.000 Exemplaren eine Region mit 2,5 Millionen Menschen mit Nachrichten. Das berichtet das Blog Medienlese, dort gibt es auch das Abschiedsvideo der Redaktion zu sehen.

In Seattle erscheint am Mittwoch zum letzten Mal das Traditionsblatt Seattle Post-Intelligencer. Nach 146 Jahren gedruckter Tageszeitung erscheint es künftig nur noch online, schreibt der Spiegel. Die New York Times berichtet ebenfalls über das Ende der gedruckten Ausgabe und die Bedeutung, die dieser Schritt für die verbleibende Seattle Times, aber auch für die Zeitungsbranche in den USA haben könnte.

In Deutschland läuft's besser

In Deutschland hingegen ist die Lage zwar ernst, doch Traditionsblätter wie Tagesspiegel oder FAZ müssen hier noch nicht eingestellt werden. Genau wie in den USA fokussieren sich deutsche Zeitungen allerdings auf online.

Die taz feiert dieser Tage ihren 30. Geburtstag und schenkt sich ein neues Layout und eine Wochenendbeilage. Ab 18. April erscheint die linke Tageszeitung in neuem Gewand und mit zwanzigseitiger Sonntagsbeilage "Sonntaz" in magazinigem Charakter, wie beim Branchendienst DWDL nachzulesen ist.

Der Frankfurter Verlag Raptor Publishing allerdings schaut sich in den USA die Idee für ein Special-Interest-Magazin der besonderen Sorte ab und importiert es. Der Branchendienst Kress schreibt, ab 9. April können Leser an deutschen Kiosken halbnackte Models, die mit künstlichen Leichen posieren, auf Hochglanzpapier kaufen. Girls & Corpses heißt das Satiremagazin.

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