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In Europa gibt es bislang noch keine Microsoft-Läden.

Nach Vorbild der Apple Stores

Microsoft soll eigenes Ladennetz planen

London - Apple hat vorgemacht, wie durchgestylte eigene Läden die Strahlkraft einer Marke verstärken können. Nach Samsung denkt jetzt angeblich auch Microsoft über ein Netz von Geschäften in Europa nach.

Nach dem Erfolg der Apple Stores erwägt Konkurrent Microsoft laut einem Zeitungsbericht die Ausweitung seiner Läden nach Europa. Der Windows-Riese habe bereits mit Immobilien-Besitzern in Großbritannien gesprochen, schrieb die „Financial Times“ am Montag. Im kommenden Jahr sei die Eröffnung mehrerer Geschäfte geplant. Zuvor solle allerdings die Entwicklung der amerikanischen Microsoft-Läden auf den Prüfstand gestellt werden, hieß es unter Berufung auf eine informierte Person.

Apple hat seit 2001 ein Netz aus inzwischen rund 400 Geschäften aufgebaut. Sie sind sowohl ein Schaufenster für Geräte wie iPhone, iPad oder Mac als auch ein wichtiger Umsatzbringer. Anfangs belächelt als Ausflug des Konzerns in einen Bereich, von dem er keine Ahnung hat, bringen die Apple Stores heute die höchsten Umsätze pro Quadratmeter in der Branche. In Deutschland gibt es bisher zehn Apple-Läden, demnächst wird mit der Eröffnung eines Stores in Berlin gerechnet.

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Microsoft nutzt seine US-Läden derzeit, um für sein erstes eigenes Tablet Surface und das neue Betriebssystem Windows 8 zu werben. Außerdem will der Software-Konzern seine Spielekonsole Xbox als Unterhaltungszentrale im Wohnzimmer etablieren, die auch gut in den Geschäften demonstriert werden kann. Zum Start von Windows 8 probierte der Konzern zudem zusätzliche mobile Verkaufspunkte aus.

Noch vor wenigen Wochen hieß es, Microsoft-Läden in Europa stünden derzeit nicht auf der Tagesordnung. Außerhalb der USA hat der Konzern bisher Geschäfte in Kanada und Puerto Rico.

Zugleich hat Microsoft eine andere Ausgangsposition als Rivalen wie Apple oder Samsung: Der Konzern konzentrierte sich bisher auf Software, während die Geräte von Hardware-Partnern gebaut wurden. Das Surface war ein erster Schritt zur eigenen Geräte-Produktion. Laut US-Medienberichten denkt Microsoft auch über ein eigenes Smartphone nach. Es hieß allerdings, das sei nur ein Ersatzplan für den Fall, dass das heutige Modell mit Partnern wie Nokia scheitert.

dpa

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