Zielstrebig in die Zukunft

- An der Technischen Universität München (TUM) stehen wie an der Ludwig-Maximilians-Universität große Umstrukturierungs-Maßnahmen an. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, hat der TU-Chef Professor Wolfgang A. Herrmann nun angekündigt, das Umbaukonzept "InnovaTUM", das schon im Winter vorgestellt wurde, zielstrebig umzusetzen.

Vor allem im Personalbereich werden sich durch "InnovaTUM" in den nächsten vier Jahren entscheidende Änderungen an der TUM bemerkbar machen. <BR>Insgesamt 420 Stellen werden die Fakultäten, ohne die Medizin, zunächst einmal zur Verfügung stellen müssen. Die Hochschulleitung betont, dass diese Vorgabe nicht nur für vergleichsweise schwache Fächer, sondern auch für Aushängeschilder wie die Chemie und die Physik, die zusammen 90 Stellen beisteuern müssen, gilt.<BR><BR>Anschließend sollen nach einem Evaluierungsverfahren die Stellen neu verteilt werden. "Mit diesem Konzept wollen wir den internen Wettbewerb der Fakultäten fördern", sagt Herrmann.<BR><BR>Doch trotz des offenen Wettbewerbs gibt es bereits Prioritäten im "InnovaTUM" - Konzept. Demnach sollen die Schwerpunkte der Zukunft an der TU vor allem in den Gesundheitswissenschaften, der Nanotechnologie, der Energie und Umwelt, der Medizintechnik und der Informationstechnologie liegen. <BR><BR>Für andere Forschungsgebiete könnte der Umbau auch das Aus bedeuten. "Wir werden einige, vielleicht alt angestammte Bereiche auslaufen lassen müssen", sagt der TU-Chef. Herrmann räumt ein, dass diese Ankündigung unter den Mitarbeitern Verunsicherung ausgelöst hat. Zugleich versichert er aber, dass "es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird."<BR><BR>Als Gegenleistung des Freistaats für die Sparopfer, die die TU in diesem Jahr 80 Stellen kostet, fordert Herrmann größere Freiheiten für die Hochschulen. Angefangen von der Finanzhoheit bis zur Möglichkeit, sich die Studenten selbst auswählen zu können. <BR><BR>Über die Neuorganisation kann die TU allerdings nicht im Alleingang entscheiden. Die TU-Verantwortlichen müssen sich noch die Zustimmung des Wissenschaftsministeriums einholen. Doch da ist Herrmann optimistisch: "In Zeiten der Not ist es doch ein Geschenk, wenn eine Universität bereit ist, sich zielstrebig zu erneuern.

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