+
Internet-Handys werden immer beliebter. 

Statt 185 Euro nur 4,44 Euro im Monat – So können Sie beim mobilen Surfen sparen

Achtung, Kostenfalle: Mit dem Handy ins Internet

Lang hat’s gedauert, bis sich das mobile Internet durchsetzte – doch mittlerweile gehört es für immer mehr Menschen zum Alltag, unterwegs am Handy E-Mails zu lesen, nach Fußballergebnissen oder dem Zugfahrplan zu schauen.

Weil das Überall-Internet so praktisch ist, gibt es immer mehr (meist komplizierte) Tarifangebote. Die Stiftung Warentest hat die Handy-Datentarife unter die Lupe genommen – und wir verraten Ihnen, was Sie wissen müssen.

Achtung, Kostenfalle: Weil Sie prinzipiell mit jedem Handytarif auch ins Internet können, ist es verlockend, das mobile Netz mit einem neuen UMTS-Handy „einfach mal auszuprobieren“. Doch das kann teuer werden. Denn fürs Surfen mit einem normalen Telefontarif verlangen viele Anbieter wahre Fantasiepreise. Ein Beispiel der Tester: Für 60 Standard-Mails und gut 50 Internet-Seiten zahlen Sie im O2-Tarif „Loop“ rund 185 Euro – bei einem Datentarif von Discountern wie Blau, Medion oder Simyo dagegen nur 4,44 Euro. Erkundigen Sie sich also vor dem Klick auf den Online-Knopf genau über die Internet-Preise in Ihrem Tarif – oder buchen Sie gleich einen speziellen Datentarif dazu!

Drei Tarif-Optionen: Fürs mobile Surfen gibt es grundsätzlich drei Optionen, die Sie mit Ihrem Telefontarif kombinieren können – die Abrechnung nach Zeit, nach Datenvolumen oder eine Flatrate. Wenn Sie sich bei Ihrer Handyfirma noch für keinen Datentarif entscheiden können, empfehlen die Tester fürs Reinschnuppern ins mobile Netz eine Prepaid-Karte von Billiganbietern wie Simyo, bei der Sie eine Datenoption dazubuchen. Dann zahlen Sie günstige Preise (meist 24 Cent pro Megabyte) – ohne Grundgebühr und Vertrag.

Abrechnung nach Zeit: Hier können Sie die Kosten am besten im Überblick behalten. Angebote wie der „web’n’walk Starter“ von T-Mobile (kein Grundpreis, keine Mindestlaufzeit) liegen bei 9 Cent pro Minute. Das ist perfekt, wenn Sie nur ab und zu ins Netz wollen. Vielsurfer zahlen drauf – bei 30 Minuten am Tag liegt die Rechnung am Monatsende bei gut 80 Euro.

Abrechnung nach Volumen: Diese Option kann billiger sein als die Zeitabrechnung – beispielsweise, wenn Sie meist nur Mails oder Webseiten ohne viel Multimedia-Schnickschnack aufrufen. Aber: Der Überblick fällt schwer, Sie können kaum kontrollieren, wie viele Daten anfallen. Eine einzige Fahrplanauskunft der Bahn schlägt schon mit gut 0,6 Megabyte (MB) zu Buche – wenn Sie viel surfen, kann das bei 24 Cent pro MB teuer werden. Deshalb ist die Volumenabrechnung eine günstige Lösung fürs Ab-und-zu-Surfen – aber bei der Rechnung drohen Überraschungen!

Flatrates: Ab 10 bis 15 Euro im Monat bieten die meisten Handyfirmen Flatrates fürs mobile Surfen an. Nachteile: Die meisten Verträge haben Mindestlaufzeiten zwischen sechs oder gar 24 Monaten, Sie zahlen auch, wenn Sie nicht im Netz sind – und einige Anbieter drosseln die Geschwindigkeit, wenn Sie zu viel surfen. Aber: Wenn Sie Lust darauf bekommen haben, das Überall-Internet öfter zu nutzen, sind solche Flatrates meist die günstigste Lösung.

Jörg Heinrich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Edge-Browser für Android und iOS ist da
Wer auf seinem Windows-10-Rechner den Edge-Browser nutzt, kann ihn nun ebenfalls auf seinem Smartphone verwenden. Vorteil: Mobil angelegte Lesezeichen, Tabs und …
Edge-Browser für Android und iOS ist da
Windows Defender im Test nur "befriedigend"
Die eingebaute Schutzlösung von Windows 10 kann im Vergleich zu Spezialprogrammen nicht mithalten, so ein Test des "PC Magazin". Bevor man Geld für Schutzprogramme …
Windows Defender im Test nur "befriedigend"
Game-Streaming: Wenn der Shooter aus dem Netz kommt
Game-Streaming bringt aufwendige Spiele über die Datenleitung auf den heimischen Bildschirm - auch wenn die eigene Hardware nicht Spitze ist. Die Angebote werben mit …
Game-Streaming: Wenn der Shooter aus dem Netz kommt
Sticker zu Fotos auf Twitter hinzufügen
Auch Twitter bietet mittlerweile die Möglichkeit, Fotos mit Stickern aufzuhübschen. So wird jeder Tweet mit Foto zu einem Erlebnis.
Sticker zu Fotos auf Twitter hinzufügen

Kommentare