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Der aktuelle „wegweisende“ Trend sind spezielle kleine Navis für Wanderer und Radler.

Zum Gipfel bitte links abbiegen!

Test: Das können die neuen Navis für Wanderer und Radler

München - Aus dem Auto sind mobile Navigationsgeräte überhaupt nicht mehr wegzudenken – die Navis werden immer besser und günstiger.

Doch nun soll das Satelliten-GPS auch andere Bereiche erobern. Der aktuelle „wegweisende“ Trend sind spezielle kleine Navis für Wanderer und Radler. Wie gut das High-Tech-Sporteln schon funktioniert, hat die Stiftung Warentest überprüft.

Die erste Enttäuschung: So einfach zu bedienen wie die Geräte fürs Auto sind die Gelände-Navis noch nicht. Denn sie enthalten zwar meist sehr einfache Europa- oder Weltkarten – aber keine Routen. Die müssen die Nutzer entweder anhand ihrer geplanten Wegpunkte am Navi selbst einprogrammieren – oder vorab am Computer vorbereiten. Danach wird die Strecke auf das Navi überspielt.

Routen aus dem Internet: Das Netz macht den Umgang mit den Freizeit-Navis erst so richtig interessant. Denn: Online finden Sie Unmengen attraktiver Wander- und Fahrradrouten, die Sie kostenlos und mit wenigen Klicks downloaden und auf das Navigationsgerät überspielen können. Allein die Seite gps-tour.info bietet über 20.000 Strecken an, davon mehr als 3000 in Bayern. Ähnliche Angebote (und viele gute Touren-Ideen) liefern zum Beispiel gpsies.com, gpswandern.de, wanderkompass.de oder die Websites zahlreicher Verbände und Tourismusbüros. Detailliertere Karten können Sie ab etwa 100 Euro kaufen – doch auch hier gibt es im Internet unter openstreetmap.de eine kostenlose Alternative.

Die Gelände-Navis im Einsatz: Die Navigation funktioniert meist erstklassig – und wenn das Navi eine topografische Karte aufgespielt hat, haben Sie Ihre gesamte Umgebung exakt im Überblick. Damit wissen Sie beim Radeln oder am Berg auch jederzeit, welche Steigungen auf Sie warten. Zudem zeichnen die Navis Ihren zurückgelegten Weg auf – zum Auto finden Sie also auf jeden Fall zurück. Die Akku-Laufzeit der besten Modelle liegt bei bis zu 24 Stunden.

Die Testsieger: Die besten Gelände-Navis liefert die US-Firma Garmin. Mit der Top-Note 1,9 setzte sich das Garmin Oregon 400t für rund 360 Euro durch, das mit Touchscreen und sehr guter Europakarte für Wanderer und Radler top ist. Günstiger und vor allem zum Wandern geeignet ist das zweitplatzierte Garmin eTrex Vista HCx (Note 2,0, 190 Euro). Als Spezial-Navi mit vielen Sonderfunktionen für Radsportler kassierte das Garmin Edge 705 HR (Gesamtnote 2,1/320 Euro) sogar ein „Sehr gut“. Die Geräte von Konkurrent Magellan schnitten im Vergleich deutlich schlechter ab. Und für alle Gelände-Navis gilt: Sie müssen keine Angst haben, sich am Berg mit der lauten Routenanweisung „Zum Gipfel bitte links abbiegen“ zu blamieren. Die Geräte kommen nämlich ohne Sprachausgabe aus.

Viele weitere Infos zum Thema finden Sie unter garmin.com/garmin/cms/site/de/links.

Jörg Heinrich

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