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Mark Zuckerberg.

Noch in diesem Jahr

Internet für Dritte Welt: Facebook startet Satellit für Afrika

Barcelona - Per Satellit will Mark Zuckerberg noch in diesem Jahr Menschen in Afrika mit Internet versorgen. Doch seine Mission ist auch umstritten. In Barcelona plaudert der Facebook-Chef zudem über persönliche Projekte.

Facebook will in diesem Jahr seinen ersten Satelliten zur günstigen Internet-Versorgung entlegener Gebiete in Afrika starten. Darüber hinaus werde dafür gerade eine zweite Test-Drohne mit Antennen gebaut, sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Montag auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.

Und auch dort unterstrich er sein großes Ziel: „Jeder auf der Welt muss Zugang zum Internet bekommen.“ Nach wie vor seien weltweit vier Milliarden Menschen offline. Bereits vor einigen Jahren startete er die Initiative Internet.org, die mehr Menschen ins Netz bringen soll. Das Programm ist allerdings auch umstritten. Kritiker sehen dadurch zum Teil die Netzneutralität beeinträchtigt.

Daneben ging es bei Zuckerbergs Auftritt auch um weniger kontroverse Themen. So plauderte Zuckerberg über sein persönliches Jahresziel, einen intelligenten Roboter-Butler zu kreieren. „Ich kann einfach etwas bauen, das spricht und in meinem Haus das macht, was ich will. Das ist schon ganz nett.“ Allerdings dauere es eine ganze Weile, „länger, als die Leute denken.“

Zuckerberg plaudert über Tochter Max

Auf die Frage, was er davon halten würde, wenn seine kleine Tochter Max Facebook-Dienste wie WhatsApp oder Instagram nutzen würde, sagte er: „Ich habe noch etwas Zeit, das herauszufinden. Sie ist erst drei Monate alt.“ Ohnehin sei Facebook ja erst für Jugendliche ab 13 Jahren erlaubt. Er wäre kein gutes Vorbild, würde er diese Regel bei ihr brechen, sagte Zuckerberg. Welche Rolle Internet und Technik in der Erziehung von Max spielen soll, hätten die Eltern noch nicht festgelegt. Aber: „Ich wäre nicht enttäuscht, wenn sie mit einer Leidenschaft für Technik aufwächst.“

Bei seiner Mission, das Internet in die ganze Welt zu bringen, erlitt der 31-Jährige zuletzt einen Rückschlag. So wurde das Angebot „Free Basics“ in Indien untersagt, weil es nur einen Gratis-Zugang zu ausgewählten Online-Diensten - darunter natürlich Facebook - gewährte. Zuckerberg zeigte sich enttäuscht darüber, betonte aber: „Facebook ist kein Unternehmen, das aufgibt, wenn es an eine Straßensperre kommt.“ Die wichtigste Lehre für das Unternehmen daraus sei gewesen, dass alle Länder unterschiedlich seien.

Facebook hat 1,6 Milliarden Mitglieder, ist aber für weiteres Wachstum auch auf neue Nutzer aus Entwicklungsländern angewiesen. Ihm gehe es bei Internet.org jedoch nicht darum, Geld zu verdienen, sondern darum, Menschen zu vernetzen, erklärte Zuckerberg. „Nur weil man ein Unternehmen hat, heißt das nicht, dass man sich nicht um eine Mission sorgt.“

dpa

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