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Mark Zuckerberg hat den Usern nachgegeben. Es gibt bald einen "Gefällt mir nicht"-Knopf.

Nach langem Zögern

Facebook verspricht "Gefällt mir nicht"-Knopf

Menlo Park - Ganz nach dem Songtext von Deichkind "Like mich am Arsch" arbeitet das soziale Netzwerk Facebook an so etwas wie einem "Gefällt mir nicht"-Knopf.

Der Button scheint aber eher dafür gedacht zu sein, Mitgefühl bei bedauerlichen Ereignissen auszudrücken. „Die Menschen haben seit vielen Jahren nach einem „Dislike“-Button gefragt“, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Fragerunde in der Firmenzentrale am Dienstag. „Wir haben sie schließlich gehört und wir arbeiten daran und wir werden etwas einführen, was den Bedürfnissen der größeren Gemeinschaft entspricht.“

Gerade bei traurigen Ereignissen wie einer Flüchtlingskrise oder dem Tod eines Familienmitglieds sei es unpassend, einen „Gefällt mir“-Button zu drücken, sagte Zuckerberg. Deshalb sei es wichtig, den Nutzern mehr Optionen zu geben.

Facebook hatte bisher erklärt, man sehe keinen Bedarf an einem universell einsetzbarem „Dislike“-Knopf - weil das für viel negative Stimmung sorgen könnte. "Wir wollen Facebook nicht in ein Forum verwandeln, in dem Leute über die Einträge anderer Leute abstimmen". Dies sei nicht "die Art von Gemeinschaft, die wir schaffen wollen". Zuletzt kam die Frage in Deutschland allerdings unter anderem im Zusammenhang mit fremdenfeindlichen Kommentaren im weltgrößten Online-Netzwerk auf.

Zuckerberg führte aber auch technische Gründe dafür ins Feld, dass es bislang keinen "Dislike"-Button gibt. "Es ist überraschend kompliziert", sagte er. "Aber wir haben eine Vorstellung, die wir wohl bald so weit fertig haben, dass wir sie bald testen können, und je nachdem, wie das läuft, werden wir das größer aufziehen", kündigte der Facebook-Gründer an.

In Antworten auf andere Fragen sagte Zuckerberg unter anderem, dass er an eine positive Rolle künstlicher Intelligenz in der Zukunft glaube und sich als werdender Vater für seine Tochter eine Welt ohne Krieg und unnötigen Schmerz wünsche.

dpa/afp

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