Zukunftsfähig durch Netzwerk-Pflege

- Nur spärlich waren die Stuhlreihen in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität beim Fakultätstag der Betriebswirte besetzt. Und das, obwohl auf dem Podium die Frage "Was können wir tun, um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern?" erörtert wurde.

"Ich bin enttäuscht, dass hier so wenige junge Leute sind", meinte denn auch Geschäftsführer Ralf Kirberg von der Leasinggesellschaft LHI. Ein Fakultätstag biete eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Netzwerkbildung, die im Wettbewerb um Stellen immer wichtiger werde.<BR><BR>"Eintrittskarte zum Job ist die Qualifikation. Aber am liebsten stellen Sie doch jemanden ein, der Ihnen empfohlen wurde", erklärte Kirberg. Auch der ehemalige LMU-Student und Firmengründer Andreas Grünewald mahnte: "Vor allem junge Absolventen müssen die Bedeutung von Netzwerken erkennen."<BR><BR>Daneben sei auch ständige Weiterbildung wichtig. "Lamentieren hilft in der schwierigen derzeitigen Lage nichts", so Grünewald. "Wir müssen uns vielmehr fragen, was wir selbst tun können." Leider, so der Firmengründer angesichts der unbesetzten Stühle, übten viele sich jedoch in Passivität.<BR><BR>Dass viele auch im Studium wenig Initiative zeigen, berichtete die Magdeburger Management-Professorin Birgitta Wolff, die einst an der LMU promoviert hatte. "Wer aber im Grundstudium nur schmalspurig auf Bestehen lernt, bekommt im Hauptstudium Probleme."<BR><BR>Neben dem Einzelnen sei aber auch der Staat gefordert, um ein besseres Wirtschaftsklima in Deutschland zu schaffen, merkte die Finanzpolitik-Expertin Martina Baumgärtel von der Allianz an. So schreckten vor allem die derzeitige Mindestbesteuerung und hohe Steuersätze Existenzgründer ab.<BR><BR>Lockte die Diskussion über die wirtschaftliche Lage nur wenige, so waren die Plätze im Innenhof der Uni nach Ende des Programms besser besetzt als zuvor die Große Aula. Am Büffet trafen sich rund 300 Absolventen zum Essen und - im Sinne der Veranstalter - vielleicht auch zum "Netzwerken".<BR><BR>

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