Zwei Drittel der E-Mail-Nutzer erhalten täglich Spam

Berlin - Zwei Drittel der E-Mail-Nutzer in Deutschland erhalten jeden Tag mindestens eine unerwünschte Nachricht. 24 Prozent bekommen sogar mehr als fünf Spam-Mails am Tag.

Das hat eine Forsa-Untersuchung ergeben, die Bitkom am Dienstag in Berlin veröffentlichte. Nach Schätzung des Branchenverbandes sind rund 90 Prozent aller weltweit versandten Mails Spam. Obwohl es zahlreiche Programme zur Abwehr unerwünschter Nachrichten gibt, mailt jeder vierte Internetnutzer völlig ungeschützt.

Dies ergab eine weitere Befragung unter 600 E-Mail-Nutzern des Instituts Aris. Danach nutzen 38 Prozent Spam-Filter ihrer E-Mail-Anbieter und jeder vierte hat einen Filter auf seinem eigenen Computer - entweder im E-Mail-Programm oder als separate Software. Darüber hinaus werden spezielle Anti-Spam-Dienstleister genutzt.

Spam-Versendern droht Bußgeld

In Deutschland droht Spam-Versendern ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Die meisten Spam-Mails werden aber aus dem Ausland verschickt und fallen nicht unter die deutsche Gesetzgebung. Bitkom empfiehlt zur Vorbeugung gegen Spam die private E-Mail-Adresse nur in Ausnahmefällen herauszugeben. Für Chats oder Bestellungen könne man sich eine zweite Adresse zulegen, die man im Fall einer zu starken Spam-Belastung einfach wieder löschen könne. Hilfreich sei es auch, ungewöhnliche Zeichenfolgen in der Mail-Adresse zu verwenden - etwa einen Unterstrich anstelle eines Bindestrichs oder eine Zahl. Spam wird nämlich nach dem Zufallsprinzip verschickt.

Je ungewöhnlicher die E-Mail-Adresse ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, von Spam erreicht zu werden. Zudem sollte man E-Mail-Adressen in sozialen Netzwerken wie Facebook nicht allgemein zugänglich machen. Sollte man dennoch Spam erhalten sei es am besten, die Mail gleich zu löschen. Jedenfalls sollte man nicht auf Links klicken oder gar auf Spam-Mails antworten, empfiehlt

ap

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