Zwischen belebter und unbelebter Natur

- Als sich die ersten Wälder in der Erdgeschichte im späten Karbon vor 300 Millionen Jahren über die Erde ausbreiteten, folgte sehr bald eine Eiszeit. Der Grund für diesen klimatischen Wechsel war die Bindung großer Mengen Kohlendioxid in der neu entstandenen Biomasse. Denn der Treibhauseffekt, mit dem unser Planet zur Zeit zu kämpfen hat, blieb damals aus - er kühlte ab. Treten heute großflächig Waldbrände auf, heizt dies umgekehrt wieder die Erde auf.

<P>Solche Prozesse in der Natur will das neu gegründete GeoBio-Center an der Fakultät für Geowissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München künftig erforschen. "Wechselwirkungen zwischen belebter und unbelebter Umwelt sind kausal miteinander verbunden", erklärt Prof. Reinhold Leinfelder, der Sprecher des GeoBio-Centers und Leiter der Paläontologie in München.</P><P> "Zum Beispiel wird die Artenvielfalt und Variabilität der Organismen unter anderen von der Lage der Kontinente im Laufe der 4,5 Milliarden Jahre langen geologischen Geschichte unseres Planeten bestimmt. Andersherum beeinflussen aber auch die Organismen, wie Korallen, die geologischen Verhältnisse und dienen gleichzeitig als Klimaindikatoren", sagt Leinfelder, dessen Forschungsschwerpunkt fossile und heutige Riffe sind. <BR><BR>Mit dem neuen Kompetenzzentrum an der LMU soll nun der Austausch zwischen den universitären Einrichtungen, wie zum Beispiel der Biologie, der Zoologie und der Paläontologie, in München gefördert werden. Aber auch die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen sind angegliedert. <BR><BR>Im GeoBio-Center will man sich gegenseitig bei der Planung und Durchführung von Forschungsprojekten helfen. Auch sollen Laboreinrichtungen für geochemische oder molekularbiologische Untersuchungen überfakultär zur Verfügung gestellt werden. <BR><BR>Längerfristig ist dann auch eine Kooperation mit Forschungsinstituten über Bayerns Grenzen hinaus geplant. <BR><BR>Informationen unter www.geobio-center.de <BR></P>

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