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Sport verbrennt nicht nur Kalorien - er hemmt auch das Hungergefühl und hilft so doppelt beim Abnehmen

Fitness-Training

Bikini-Figur – Weniger Hunger durch Sport

Der Frühling kommt langsam, aber stetig und mit ihm die Frage: Wie kann ich nach den vielen Feiertagen rechtzeitig zum Sommer meine Strandfigur erreichen? Eine einfache Antwort: Am besten mit Sport. Wir erläutern, warum nach dem Sport der Hunger sinkt.

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Nachdem uns das Wetter im wahrsten Sinne des Wortes schon fast verwöhnt und, stellen Sie sich vor, uns ohne Mütze rumlaufen lässt, kreisen bei dem einen oder anderen die Gedanken um den Sommerurlaub … Sandstrand, Meeresrauschen, Sonnenhüte, Flip Flops … ach ja, da war ja noch etwas mit dem Bikini oder einer schicken Badehose. Und obwohl das Jahr noch jung ist, gab es bereits sündige Feiertage bis zum Abwinken. Nach Weihnachten kam Fasching/Karneval und dann war da ja auch noch Ostern. Wie soll man das denn alles schaffen? Der Supermarkt ist eine Falle für jeden Hungrigen und Leckerschmecker. Aber es gibt für dieses Problem tatsächlich eine Lösung - und sie lautet:

Sport – am besten an der frischen Luft!

Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass direkt nach dem Sport (z. B. nach einem Konditionstraining) das Hungergefühl sinkt. Physiologisch ist es so zu begründen, dass der Körper über einen selbststeuernden Mechanismus verfügt, der dem Willen nicht unterliegt: Das vegetative Nervensystem. Dieses steuert die meisten inneren Organe und den Blutkreislauf. Das vegetative Nervensystem besteht aus dem Sympathikus, dem Parasysmpathikus und dem enterischen Nervensystem (Darmnervensystem). Der Sympathikus bewirkt die Leistungssteigerung des Organismus, was sich in Flucht- oder Angriffsverhalten äußert. Diese Verhaltensweise ist dem Menschen bereits aus den Urzeiten überliefert, als man vor wilden Tieren entweder weglief oder sie jagte. In einen sehr ähnlichen Zustand wird unser Körper bei einem intensiven Training versetzt, in die sogenannte erhöhte Handlungsbereitschaft. Der Sympathikus

  • steigert die Herztätigkeit, den Blutdruck, die Durchblutung und den Tonus bei der Skelettmuskulatur
  • es wird mehr Glukose in das Blut freigegeben, um schneller an Energie heranzukommen
  • die Bronchien erweitern sich
  • die Schweißdrüsen werden verstärkt geöffnet
  • Adrenalin wird ausgeschüttet

Alle weiteren Vorgänge im Körper, die in der angespannten Situation nicht unbedingt benötigt werden, werden gedrosselt. Dazu gehören unter anderem die Darmtätigkeit und die Blasenfunktion. Als der Urmensch sich endlich aus der Gefahrenzone retten konnte (oder als der erschöpfte Sportler nach Hause ging), hatte der Sympathikus die Chance, sich zu erholen und so verschob sich das Spannungsverhältnis zugunsten des Parasympathikus.

Der Parasympathikus

Der Parasympathikus wird als „Ruhenerv“ bezeichnet und ist der Antagonist zum Sympathikus - er hat also genau die umgekehrte Wirkung. Wenn der Parasympathikus arbeitet,

  • verlangsamt sich der Puls und die allgemeine Erregbarkeit des Herzens sinkt
  • die Bronchien verengen sich und stoßen vermehrt Schleim aus
  • nimmt der allgemeine Verdauungstrakt die Arbeit wieder auf und regt die Sekretion seiner Verdauungsenzyme an
  • werden die Hände und Füße oft kalt

Der Übergang vom Sympathikus zum Parasympathikus erfolgt recht langsam, so dass der Körper diesen zeitlichen Übergang sehr schlau nutzen kann, indem er die angekurbelten Energiereserven und somit die überschüssigen Depots weiter verbrennt. Erst wenn der Parasympathikus fast voll aktiviert ist, kommt der gesunde Hunger zurück. Dieser Vorgang dauert in der Regel ca. 1 Stunde. Wenn Sie aufgrund von Gewohnheiten bereits vorher Hunger bekommen, empfiehlt es sich, die komplette Stunde bis zum Ende nach dem Sport durchzuhalten. Um den natürlichen Rhythmus und somit die Gewohnheiten zum Positiven zu verändern, benötigt der Körper ca. 3-6 Wochen. Geben Sie sich und Ihrem Körper die Zeit dafür, denn so werden Sie und ihre Fitness profitieren.

 

Marina Lewun

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