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30 Rodelstrecken hat der ADAC getestet.

ADAC-Test: Rodeln wird zum Höllenritt

München - Gefährliche Streckenführung und eine schlecht präparierte Piste können das Schlittenfahren schnell zum Höllenritt werden lassen. Der ADAC hat 30 Rodelbahnen getestet - mit erschreckenden Ergebnissen.

Insgesamt hat der ADAC 30 gewerblich betriebene Rodelbahnen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien getestet und die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der ADAC Motorwelt veröffentlicht. Die Pisten der Münchner Hausberge haben dabei mittelmäßig abgeschnitten. das Hörnle (Platz 9) in Bad Kohlgrub, der Hausberg (Platz 15) in Garmisch-Partenkirchen, der Blomberg (Platz 18) in Bad Tölz und der Wallberg (Platz 19) in Rottach Eggern wurden mit der Note "ausreichend" bewertet.

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Elf der 30 getesteten Rodelbahnen sind bei dem ADAC-Test durchgefallen. Achtmal haben die Experten die Note "mangelhaft" vergeben, dreimal sogar "sehr mangelhaft". Der Grund für die schlechte Beurteilung waren ungesicherte Absturzstellen, gefärliche Streckenführung, Gegenstände auf oder am Rand der Bahn, schlecht präparierte Pisten. So hat etwa der Eiger Run im schweizerischen Grindelwald am schlechtesten abgeschnitten, weil die Piste Straßen und Bahngleise kreuzte und Prallflächen und Absturzflächen waren nicht gesichert. Dreimal vergab der ADAC aber auch die Note "sehr gut" und viermal "gut". Testsieger ist die Bahn am Rosskopf im italienischen Sterzing. Auf den Plätzen zwei und drei folgen deutsche Roldelbahnen: die Hornbahn in Bad Hindelang und und der Touristenrodelstrecke in Oberwiesenthal. Sie überzeugten die Tester mit vorbildlichen Sicherheitsmaßnahmen an allen Gefahrenstellen, gutem Service und komfortabler Beförderung.

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Weil wegen schlechter Sicherheitsbedingungen jährlich hunderte Schlittenfahrer verunglücken, fordert Max Stich, ADAC Vizepräsident für Tourismus, eine Kategorisierung der Rodelbahnen. Ähnlich wie bei Skipisten solle auch bei Rodelbahnen der Schwierigkeitsgrad erkennbar sein. "Schlittenfahren darf nicht zum Lotteriespiel werden, bei dem ich erst unten weiß, ob diese Abfahrt für mich und meine Kinder geeignet war", so Stich. Der ADAC fordert von den Betreibern, die Pisten besser zu präparieren und Gefahrenstelen durch Polster und Zäune zu entschärfen.

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