+

Stagnation bei Radförderung

ADFC: Dobrindt verfehlt Ziele des Radverkehrsplans

  • schließen

Alle zwei Jahre überprüft das Bundesverkehrsministerium mit dem „Fahrrad-Monitor“ den Umsetzungsstand der selbst gesteckten Ziele des Nationalen Radverkehrsplans. Der ADFC kritisiert fehlende Impulse des Bundes.

In diesem Jahr werden die Ergebnisse erstmals nicht im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert. Der Grund: Die Entwicklungen sind ernüchternd. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork: „Es ist zum Verzweifeln. Die Menschen wollen Fahrrad fahren, sie kaufen immer mehr und immer teurere Räder, Fahrradfahren gehört zum neuen, modernen Lebensstil. Aber die Politik tut zu wenig dafür. Moderne europäische Metropolen setzen massiv auf die Fahrradförderung, um Klimaprobleme in den Griff zu bekommen und die Innenstädte vom Autoverkehr zu entlasten. Nur in Deutschland fehlen mutige Impulse.“

Fahrradfahren: Beliebtheit, Nutzung und Spaß gehen leicht zurück

In der aktuellen Umfrage des ADFC „Fahrrad-Monitor 2015“ fällt die Beliebtheit des Fahrrads im Vergleich zu 2011 von „gut“ auf „befriedigend“. Das Fahrrad wird weniger häufig genutzt – 38 Prozent der Menschen fahren selten bis nie, 2011 waren es 34 Prozent. Den Satz „Radfahren macht in meiner Gemeinde Spaß“ unterschrieben 2013 noch 65 Prozent der Befragten. In der aktuellen Umfrage waren es nur noch 56 Prozent.

Hälfte der Radfahrer fühlt sich nicht sicher

Als besonders problematisch bewertet der ADFC die Rückmeldung, dass fast die Hälfte aller Befragten sich beim Radfahren nicht sicher fühlt (48 Prozent, gleichbleibend). Die genannten Gründe sind: Zu wenig Radwege (67 Prozent) und zu viel Verkehr (67 Prozent).

Der ADFC fordert ein ambitioniertes Bundesprogramm zur Förderung von Radschnellwegen als Mittel zur Stauvermeidung, Planungshilfen für Kommunen – und ein klares Bekenntnis des Bundesverkehrsministers zum Fahrrad als Lösung für viele Verkehrsprobleme.

Das sind die beliebtesten Radwege Deutschlands

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare