Rodeln auf Luftkissen

Airboarding: Pistengaudi in (F)liegeposition

München - Rodeln, nur rasanter: Beim Airboarding sausen Wintersportfans auf Luftkissen die Piste herunter. Wir testen den Gaudi-Schneesportart, der auch für Laien leicht zu erlernen ist.

Es sieht aus wie eine Luftmatratze, wird verwendet wie ein Rodelschlitten und fühlt sich laut Erfinder an wie Fliegen: Das Airboard macht erst einmal stutzig. Auf dem Bauch liegend und kopfüber brettern Hobby-Wintersportler damit den Berg hinunter wie auf dem guten alten Rodelschlitten - nur schneller und sanfter.

Rodelspaß für die Großen

Tipp: Reise- und Freizeitmesse f.re.e 2014

Die neustens Outdoor- und Freizeittrends zum Ausprobieren gibt es bei der f.re.e vom 19. bis 23. Februar auf der Messe München. Hier alle Infos.

Geschwindigkeiten von rund 100 Stundenkilometern kann man mit dem Airboard erreichen. Denn auf dem aufblasbaren Luftpolster-Schlitten werden Unebenheiten einer ruckeligen Piste perfekt abgedämpft. So kommen Wintersportler selbst im Tiefschnee voran. Auch bei Sprüngen sind dank der weichen Landung eher Juchzer als Angstschreie zu erwarten.

Das wunderbare Gliding-Gefühl beim Skifahren und Snowboarden spürt man beim Airboarding am ganzen Körper - und fühlt sich fast, als würde man über den Schnee fliegen. Die Gaudi-Sportart ist leicht zu erlernen und bringt auch Wintersportmuffeln schnell Spaß.

Kurse unter 50 Euro

Wer das Airboarding einmal ausprobieren möchte, muss sich nicht selbst einen Luftschlitten zulegen. Freizeitportale wie Regiondo bieten inzwischen in vielen Wintersportgebieten Airboard-Kurse an. Eine Einführung für sechs Personen mit zweieinhalb Stunden Fahrspaß im Anschluss gibt es dort schon unter fünfzig Euro. So lässt sich Airboarding auch als einmaliges Freizeiterlebnis an Freunde verschenken.

Wer hat's erfunden? Ein Schweizer

Erfunden hat den "Luftkissenschlitten" der Schweizer Joe Steiner. Bis er das Airboard 2001 zum Verkauf freigab, hatte er zehn Jahre lang daran getüftelt. Das Material sollte kältefest, robust gegen den Abrieb und außerdem faltbar sein. Vorbild für das Airboard war ein spezielles Surfbrett, das "Bodyboard" genannt und von Wassersportlern bäuchlings befahren wird.

Genau wie sein Vorbild wird das Airboard über die Verlagerung des Körpergewichts gesteuert. Und auch wenn das Bremsen einmal nicht rechtzeitig gelingen sollte, hat schließlich jeder Fahrer einen "Airbag" dabei...

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