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Abendstimmung am Brauneck: Dort werden die Pisten nun mit GPS-Hilfe präpariert.

Der Winter ist da

Alpenplus ist dem Schnee mit GPS auf der Spur

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München – Der Skigebietsverbund Alpenplus rüstet sich für den Winter. Am Dienstag haben die fünf Wintersportreviere im Presseclub München ihre Neuerungen präsentiert.

Eine Freeridecross-Strecke, Pistenpräparation per GPS-Schneedeckenmessung und ein um zwei Wochen verlängerter Verkauf der Saisonkarten: Der Skigebietsverbund Alpenplus (Brauneck, Spitzingsee, Sudelfeld, Zahmer Kaiser und Sudelfeld) rüstet sich für den Winter. Am Dienstag haben die fünf Wintersportreviere im Presseclub München ihre Neuerungen präsentiert.

Am intensivsten investiert, wie schon in der vergangenen Saison mit dem Bau der Waldkopfbahn, das Sudelfeld bei Bayrischzell. Heuer neu sind ein Snowpark mit diversen Sprungschanzen und Hindernissen, den mit der Firma Schneestern ein darauf spezialisiertes Expertenteam täglich neu präparieren wird, sowie eine Freeridecross-Strecke in einem abgegrenzten Bereich am sogenannten Hotelhang. Die Strecke soll mit Wellenbahnen, Steilkurven und Sprüngen all diejenigen herausfordern, denen normale Skipisten zu langweilig sind. „Wir setzen damit ein Zeichen, dass wir die Freaks der Wintersportszene und speziell die Jugend willkommen heißen“, sagt der Bayrischzeller Tourismus-Chef Harald Gmeiner. Einen Ausblick auf 2016 gibt er auch: Nächstes Jahr soll von der Grafenherberge hinauf zum Sudelfeldkopf „Deutschlands schnellste Achtersesselbahn“ gebaut werden.

Auf eine Verbesserung der Pistenqualität setzt Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck-Bergbahnen in Lenggries. Für 130.000 Euro sind drei Pistenraupen mit dem System „Snowsat“ ausgerüstet worden. Dieses misst per GPS die Schneedecke unter der Pistenraupe. Auf diese Weise sollen Schwachstellen zentimetergenau erkannt und bei der Pistenpräparation optimiert werden. Möglicherweise lasse sich auf diese Weise sogar Maschinenschnee und damit Strom (neuerdings ebenso wie am Spitzingsee aus einem Ökostromvertrag) sparen.

Alpen Plus: Impressionen aus fünf Skigebieten

Apropos Kosten: Die Preise für Saisontickets (Familien zum Beispiel 700 Euro) sind im Vorverkauf, der erstmals um zwei Wochen bis zum 30. November verlängert wurde und morgen beginnt, gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Tagestickets kosten je nach Skigebiet zwischen 30 und 35 Euro.

Fehlt nur noch der Schnee – Peter Lorenz ist zuversichtlich: „Die Ameisen sind sehr emsig, die Gamsen schon auf 1200 Meter herunten. Das sind gute Vorzeichen der Natur für einen intensiven Winter.“

Martin Becker

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