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Der Windtunnel ermöglicht den Traum vom Fliegen und wird das Herzstück der Jochen Schweizer Arena sein.

Taufkirchen

Jochen Schweizer: Die Arena der Fliegenden und Surfenden

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Mit Kanufahren hat einst alles angefangen, dann kamen Fallschirm- und Bungeesprünge hinzu – mittlerweile gilt Jochen Schweizer als Koryphäe für außergewöhnliche Erlebnisse. Nun bekommt sein 500 Mitarbeiter starkes Event-Imperium ein Zuhause: die Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen.

Update vom 3. März 2017: Am Samstag öffnet die Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen bei München. Welche Pläne hat der Unternehmer und TV-Star ("Die Höhle der Löwen") mit seinem Großprojekt? Im Interview mit dem Münchner Merkur spricht Jochen Schweizer über seine Arena.

Update vom 20. Februar 2017: Am 4. März 2017 eröffnet Jochen Schweizer seine Erlebnis-Arena in Taufkirchen. Wir haben bereits zusammengefasst, was Sie zur Jochen Schweizer Arena München wissen müssen.

Lego hat sein Legoland, BMW seine BMW-Welt. Aber Jochen Schweizer, der 59 Jahre junge Immer-noch-Extremsportler? Mit ihm assoziieren viele vor allem waghalsige Stunts wie 1997 den Weltrekord-Bungeesprung aus einem Hubschrauber. Dass seine Unternehmensgruppe über 2000 individuelle Erlebnisse vermittelt, vom Speedbootfahren bis zum „Dinner in the Dark“, weiß längst nicht jeder. Höchste Zeit also, der etablierten Marke eine griffige Heimat zu geben: mit der Jochen Schweizer Arena, direkt neben der A 8 an der Autobahnausfahrt Taufkirchen-Ost.

Baustellenbesichtigung in Taufkirchen: Hinter dem Turm für den Windtunnel erstreckt sich ein kleines Biotop.

Drei Hauptattraktionen sollen dort ab Februar 2017 bis zu 260 000 Erlebnishungrige pro Jahr anlocken: ein Windtunnel, in dem Menschen ihren Traum vom Fliegen realisieren können; eine City-Surfwelle, die der am Eisbach nachempfunden ist; und ein Outdoorbereich mit Hochseilgarten und Zipline-Seilrutschen. Dazu kommen, auf insgesamt 2357 Quadratmetern Erlebnisfläche ein Event- und Kongresszentrum sowie ein Gastronomiekonzept mit Restaurant und Kochschule.

Aus der Luft betrachtet sieht das Ganze aus wie ein riesiger Propeller. Kein Zufall, sondern Teil des Konzepts: „Wir wollen architektonisch etwas bauen, das man bei Google Earth als Landmarke erkennt. Und das Dynamik symbolisiert“, erläutert Jochen Schweizer. „Ein Gebäude mit dieser Propellerform gibt es kein zweites Mal auf der Welt.“

Der Erlebnis-Guru und seine Arena: Jochen Schweizer präsentiert ein Modell des propellerförmigen Erlebnis-Areals.

Das passt perfekt zum Fliegen, der Hauptattraktion in der künftigen Jochen Schweizer Arena. In einer der modernsten vertikalen Windkanalanlagen der Welt strömt Luft mit bis zu 285 km/h, je nach Alter (ab vier Jahren) und Können stufenlos regelbar, verwirbelungsfrei nach oben. Und lässt einen Menschen, begleitet von einem erfahrenen Instruktor, abheben. „Die Luft wird so sehr verdichtet, dass man sie geradezu anfassen kann“, schwärmt Schweizer. Der Vorverkauf läuft schon – 49 Euro pro Person kostet das Flugerlebnis.

Übrigens, die insgesamt zwei Minuten Flug werden Spuren im Körper hinterlassen, verspricht der 59-Jährige: „Hinterher haben die meisten Leute Muskelkater, weil sie nicht locker genug bleiben und gegen den Luftstrom ankämpfen.“

Ebenfalls eine sportive Herausforderung: die bis zu 1,40 Meter hohe Surfwelle, nachempfunden der am Münchner Eisbach. Allerdings mit 26 Grad Wassertemperatur deutlich wärmer. Surflehrer bringen auch Neulinge so weit, dass sie nach etwa einer halben Stunde sturzfrei die Welle reiten können.

Von einer „Inszenierung“ spricht Projektchef Wolfgang Langmeier bei einer Baustellenbesichtigung in Taufkirchen: „Das wird Indoor-Aktivität mit Outdoor-Gefühl.“ Wobei, durchaus richtig draußen sind die Gäste im Hochseilgarten mit mehrdimensional konzipierten Seilrutschen.

Mit 260 000 zahlenden Nutzern pro Jahr rechnet Langmeier, dazu kommen jene, die einfach nur zuschauen wollen. Was sie übrigens kostenlos und zeitlich unbegrenzt dürfen, 365 Tage im Jahr.

Dieses Konzept, Fliegende und Surfende auf der einen sowie Zuschauende auf der anderen Seite, führte auch zur Namenswahl für die Erlebniswelt: Jochen Schweizer Arena. „Diese Interaktion mit dem Publikum und dass Nutzer selbst den Inhalt gestalten, das ist das Wesen einer Arena“, verdeutlich Schweizer, warum just dieser Begriff sich gegen den Zusatz „Welt“ oder „Land“ durchsetzte. Seinen Anspruch an die Arena formuliert Schweizer, gewohnt selbstbewusst, so: „Sie muss großartig sein.“

Von Martin Becker

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