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Wo der Asphalt endet beginnt für Trailrunner der Spaß am Laufen

Als Biathletin will Magdalena Neuner (23) auch im Sommer fit bleiben und Spaß am Sport haben. „Trailrunning ist eine perfekte Trainingsmöglichkeit“, erklärt die Doppel-Olympiasiegerin in DSV aktiv.

„Da werden Kondition, Koordination und Konzentration geschult. Und gerade rund um meinen Heimatort Wallgau macht das Laufen in der Natur so viel Spaß, weil ich selbst nach der x-ten Trainingsrunde immer wieder neue Dinge am Wegesrand entdecke.“

Trailrunning – so nennt man das Laufen auf schmalen Pfaden oder querfeldein. Mal flitzt man über eine Wiese, mal über weiche Tannennadeln, mal über Schotter. Man springt von Stein zu Stein, hüpft über einen querliegenden Baum oder einen Bach. Hauptsache: abwechslungsreiche Wege! Erst wo der Asphalt endet, beginnt für Trailrunner der Laufspaß.

Stephan Rebke (40) alias „Gripmaster“ ist so etwas wie der deutsche Trailrunning- Papst. Er hat zig Extremläufe auf der ganzen Welt absolviert und leitet das Salomon-Trailrunning- Team, Im Gespräch mit der tz nennt er die Vorzüge des Querfeldeinrennens:

  • Man kann es im Prinzip überall machen. Ob in den Bergen, im flachen Wald oder im Stadtpark – schöne Pfade findet man an jedem Ort.
  • Trailrunning stärkt besonders effektiv die Muskeln und die Sehnen, weil die Füße ständig auf dem Sprung sind.
  • Die starke Muskulatur, der weiche Untergrund und die ständig variierenden Schritte schonen die Gelenke, die beim normalen Laufen auf immer die gleiche Art belastet werden und dadurch verschleißen.
  • Das Verletzungsrisiko ist geringer, als man meint. Geübte Trailrunner stolpern oder knicken so gut wie nie um. Wichtig ist jedoch: Langsam steigern, also nicht gleich auf das allerschwerste Geläuf!
  • Im Gegensatz zum monotonen Geradeauslaufen auf befestigten Wegen schult Trailrunning die Reaktions- und die Koordinations-Fähigkeit. Außerdem fordert der natürliche Hindernisparcour ständige Aufmerksamkeit, sodass man die Alltagssorgen schnell vergessen kann.
  • Trailrunning bietet einen intensiven Naturgenuss.

Wer auf einen langen Lauf in die freie Natur oder gar in die Berge starten möchte, der sollte jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Stephan Rebke empfiehlt:

  • Wenn man alleine losläuft, sollte man irgendjemanden über die geplante Route informieren.
  • Einen kleinen Rucksack mit Notfallausrüstung mitnehmen. Dazu gehört Leukoplast, um einen verstauchten Knöchel zu stützen; außerdem eine leichte Jacke, evtl. Mütze und Handschuhe, das Handy, Müsliriegel sowie eine Rettungsdecke; die wiegt nur 60 Gramm und verhindert ein Auskühlen. Es gibt spezielle, eng anliegende Läuferrucksäcke mit Flaschenhalter.

Zum Schluss die wichtigste Trailrunner-Devise von Stephan Rebke: „Wenn dich ein Weg langweilt, bieg auf einen schmäleren ab!“

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