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Die Beinachse sowie die funktionellen Erfordernisse jedes Läufers sind wichtig im Training.

Ausdauertraining

Laufen aus sportmedizinischer Sicht

Laufen ist eine der verbreitetsten Freizeitaktivitäten. Tausende Menschen nehmen an Volksläufen teil. Allerdings füllen auch viele Läufer die Praxen von Physiotherapeuten und Ärzten. Laufen ist gesund - wenn Sie richtig laufen und auch an Ihren athletischen und funktionellen Schwächen arbeiten.

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Gerade hier sind jedoch viele Läufer eher unbedarft. Lauf-ABC, Gymnastik und Kräftigung werden, wenn überhaupt nur sehr kurz durchgeführt. Gerade hier liegt aber der Schlüssel für schmerzfreies Training und langfristiger Freude am Sport. 

Die menschliche Bewegung ist sehr komplex. Lange Zeit standen Muskeln und die Energiebereitstellung im Fokus der Betrachtungen. Neben Muskeln und den Anpassungen auf der Ebene der Energiebereitstellung oder der Sauerstoffaufnahme liefern uns jedoch vielen neue Arbeiten zu den Faszien, faszialen Strukturen und deren Eigenschaften ganz neue Hinweise. Trainingsmethoden, wie das Foam-Rolling und aktives Faszientraining wie Sprünge und dynamische Gymnastik zeigen uns, dass Ihr Bindegewebe viel mehr ist, als einfach ein passives Stützgewebe! 

Myofasziale Verbindungen beim Laufen 

Aus molekularer, biomechanischer und auch aus klinischer Sicht kommt der Rolle der Faszien eine ganz neue Bedeutung zu. Die Strukturen bilden ein weites Netz aus Mechano-Rezeptoren. Lympfflüssigkeit und die Fähigkeit anhand von „Hypertrophie“ unbeweglicher und steifer zu werden runden die Erkenntnisse zu den Faszien weiter ab. Eine ganz neue, aber wichtige Besonderheit des Bindegewebes ist, dass es über eine enorme Anpassungsfähigkeit verfügt und eben auch trainierbar ist. Das Netz der Faszien muss zudem in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Ähnlich wie die Muskelschlingen, scheint es auch beim Bindegewebe „Schlingen“ oder „Funktionsketten zu geben, die in Ihrer Wirkung zusammen beschrieben werden müssen. In der Bearbeitung und Behandlung der faszialen Strukturen versucht man insbesondere sehr lange Verbindungen zu bearbeiten. Zu diesen Verbindungen gehört beispielsweise die „Superficial Backline“ oder die „Superficial Frontline“, die jeweils relativ große Teilbereiche beschreiben. Gerade diese enge Verzahnung der Muskeln und der bindegewebigen Strukturen ist im Hinblick auf Bewegungen und der Übertragung von Bewegungen sehr wichtig. Probleme, wie Schmerzen oder Reizungen beim Laufen oder anderen sportlichen Belastungen, müssen nicht unbedingt auf muskuläre Probleme hindeuten. Verletzungen und Überlastungen sind hingegen sehr häufig auf fasziale Strukturen zurückzuführen. Auch Fehlstellungen oder instabile Beinachsen und damit verbundenes „Einknicken“ beim Laufen in eine Valgus-Position kann auf fasziale Probleme zurückzuführen sein. Zusammenfassend ist dieses Thema derzeit gerade erst so richtig in Fahrt gekommen. Die enorme Bedeutung der Muskelfaszien in der Gesamtbewertung von Bewegungen stellt sich gerade erst her- aus. Auch in der Therapie kann die Beeinflussung der faszialen Strukturen, beispielsweise durch sensomotorische Einlagen oder Faszien-Training, sehr erfolgversprechend sein. 

Back to sports nach Meniskusläsionen des Läufers 

Meniskusverletzungen sind bei Läufern problematisch, treten jedoch gehäuft auf. Problematisch erscheint v. a. der undifferenzierte Einsatz der arthroskopischen Operation. Vor der Operation soll durch eine ausführliche Untersuchung und bildgeben- de Diagnostik (MRT, Röntgen) die Erfolgsaussicht einer Arthroskopie abgeschätzt werden. Als Therapiemaßnahmen stehen Meniskusteilresektion, -naht oder ggf. Meniskusersatz zur Verfügung. Meniskuswurzelläsionen müssen erkannt und ggf. refixiert werden. Jedoch sollte vor einem Griff zum Messer zunächst eine konservative Therapie durchgeführt werden. Neuere Studien zeigen, dass auch degenerative Risse mit einem konservativen Vorgehen identische Ergebnisse aufweisen, ohne dass dabei das Operationsrisiko in Kauf genommen werden muss. Nach adäquater Nachbehandlung ist eine Rückkehr zum Laufsport meist problemlos möglich.

Inverse Dynamik - Gelenkbelastung messbar machen 

Je nach muskulärer Stabilität oder strukturellen Problemen im Bereich der Füße und der Hüfte können Gelenkbelastungen zu degenerativen Erkrankungen wie Arthrose führen. Anhand von Motion-Capturing Systemen, Kraftmessplatten und einer Gangstrecke können die wirkenden Kraftvektoren bestimmt werden. Die Kräfte, die in einem Gelenk wirken können so exakt bestimmt werden. So kann es Fälle geben, bei denen in der ersten Sicht von „außen“ ausgeprägten O-Bein-Position erkennbar sind. Im Bewegungsanalyselabor können die wirkenden Kräfte bestimmt werden. Bei der Betrachtung im Gang kann das ursprüngliche O-Bein aus funktionellen Gründen ein X-Bein werden. Entsprechend kann die Gelenkbelastung eine vollkommen andere sein, als zunächst aus der Haltungsanalyse angenommen. Funktionelle Trainingsinhalten können hier helfen, die grundlegende Mobilität und Stabilität wieder herzustellen.

Lesen Sie weiter Laufen, Walken und Nordic Walking im Vergleich.

Literatur: 

1. J Appl Biomech. 2008 Nov;24(4):351-9.

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