+
12. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee vom 22. bis 26. Oktober 2014.

Faszinierende Vielfalt

Bergfilm-Festival in Tegernsee

  • schließen

Außergewöhnlich gute Filme, interessante Gäste und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm beim Bergfilm-Festival in Tegernsee.

Zum zwölften Mal lockt das Bergfilm-Festival vom 22. bis 26. Oktober die Besucher nach Tegernsee. Der Direktor des Festivals, Michael Pause vom Bayerischen Rundfunk, verspricht ein hochklassiges Programm: „Wir hatten selten so viele hervorragende Filme im Wettbewerb. Das Programm ist von außergewöhnlicher Qualität.“ Dazu kommen interessante Gäste, eine ganz besondere Atmosphäre und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm (u.a. mit Infos der Bergwacht und einer Bergmodenschau).

Einst waren es die dramatischen Filme, die das Genre Bergfilm prägten: die Urgewalt der Natur in den Bergen und mitten drin der heroische Mensch. „Das hat sich geändert, die Hauptrolle spielen die Berglandschaft an sich und die universelle Begegnung zwischen Berg und Mensch“, schildert Pause. „Man kann sich vorstellen, wie unglaublich groß das Themenspektrum durch diese Herangehensweise wird.“

Von dieser faszinierenden Vielfalt kann man sich schon beim Blättern im Programmheft begeistern lassen. Insgesamt werden in den sechs Sälen in Tegernsee quasi „auf engstem Raum“ 85 neue Filme präsentiert. „Da alles in diesem charmanten Ort so nahe beisammen ist und nahezu jeder in irgendeiner Form mit dem Festival zu tun hat, ist die Atmosphäre hier auch so besonders“, findet Pause.

Während sich im Medius-Center der Schwerpunkt „Action“ etabliert hat, darf man im Schalthaus auch mit ausgefallenen, manchmal auch „sperrigen“ Filmen rechnen. Im Ludwig-Thoma-Saal ist eher die „Bergkultur“ zu Hause, und in der Sporthalle, dem größten Tegernseer „Bergfilmkino“, werden große Namen genannt. So zum Beispiel, wenn der Ausnahmekletterer David Lama nach der Vorführung des Films „Cerro Torre – Nicht den Hauch einer Chance“ sich den Fragen der Zuschauer stellt oder Bergfotograf Heinz Zak mit seiner grandiosen Hommage an das Karwendelgebirge zu Gast ist. Täglich auf einen anderen attraktiven Programmschwerpunkt kann man sich im festlichen Barocksaal freuen – sei es im Rahmen der offiziellen Eröffnung am Mittwoch, 22. Oktober, oder tags darauf, wenn der Fokus ganz auf das Thema „Mount Everest“ gerichtet ist. Zu sehen ist dann eine aufwändig produzierte Dokumentation über die Erstersteigung durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay („Beyond the Edge“) mit viel Originalmaterial, aber auch mit nachgestellten Szenen. Abends steht das aktuellere Geschehen am höchsten Berg der Erde im Mittelpunkt: die Auseinandersetzung zwischen den Spitzenbergsteigern Simone Moro und Ueli Steck sowie einigen Sherpas, als 2013 Fäuste und Steine flogen („High Tension“) und das erschreckende Geschehen mit Smartphones und Minikameras festgehalten wurde.

Spannend wie die Filme ist auch die Frage, welche Produktionen schließlich bei der feierlichen Schlussfeier im Barocksaal ausgezeichnet werden. Wie immer wird sich die hochkarätig besetzte, internationale Jury wieder intensiv mit den Filmen auseinandersetzen, um wirklich die Besten zu prämieren. „Das wird in diesem Jahr nicht ganz einfach werden“, prophezeit Michael Pause angesichts der außergewöhnlich hohen Qualität der Beiträge.

Weitere Informationen

Im Internet www.bergfilm-festival-tegernsee.de und www.tegernsee.de sind alle Filme sowie das Rahmenprogramm detailliert beschrieben. Auch Karten (der Vorverkauf läuft) lassen sich dort ordern – ebenso unter www.muenchenticket.de.

mb 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Alles dabei? So packen Sie den Rucksack für die Wanderung richtig
Was gibt es Schöneres, als einen Tag in der Natur zu verbringen? Damit der Ausflug in die Berge nicht zum Desaster wird, hier ein paar Tipps.
Alles dabei? So packen Sie den Rucksack für die Wanderung richtig

Kommentare