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Lawinen forderten in den Österreichischen und Schweizer Alpen einige Todesopfer.

Winter-Bilanz

Bergretter 5000 Mal im Einsatz

Lawinen spielten bei den Rettungseinsätzen der Bergwacht in Bayern kaum eine Rolle – anders die Bilanz auf der anderen Alpenseite in Österreich und der Schweiz.

Bad Tölz – Für die bayerische Bergwacht gab es in der gerade zu Ende gegangenen Winter-Saison viel zu tun: Mehr als 5000 Mal waren die Retter im Einsatz, erklärte die Bergwacht am Wochenende in Bad Tölz.

Das sind, trotz des schneearmen Winter-Auftakts, nur etwas weniger Einsätze als in den Jahren zuvor.

Am häufigsten wurden die rund 3200 ehrenamtlichen Helfer zu klassischen Unfällen auf der Skipiste gerufen: 3214 Einsätze gab es mit Skifahrern, knapp 800 Mal musste die Bergwacht Snowboardern zu Hilfe eilen.

Bei anderen Wintersportarten passierte deutlich weniger: Die Bergretter kümmerten sich insgesamt um 218 Rodler, 92 Langläufer, 64 Tourenskigeher, 25 Schneeschuhwanderer, zwei Skispringer und auch einen Eiskletterer. 25 Menschen konnten in diesem Winter infolge von Unfällen nur noch tot geborgen werden.

Lawinenopfer waren nicht darunter. Zwar gab es für Bayerns Bergwacht zwischen Anfang November und Anfang April zehn Lawineneinsätze, Menschen kamen bei den Lawinen jedoch nicht zu Schaden.

„Die Lawinensituation auf beiden Seiten der Alpenkette war in dieser Saison sehr unterschiedlich“, sagt Bergwacht-Sprecher Thomas Griesbeck. Schneemenge, Schneedeckenaufbau und Wind hätten für völlig andere Verhältnisse gesorgt.

Es war tatsächlich ein gefährlicher Winter, auf der anderen Seite der Alpen. Dies zeigen die Bilanzen aus Österreich und der Schweiz. Wie das Bundesministerium für Inneres in Wien Mitte März bekannt gab, waren bis zu diesem Zeitpunkt bereits 25 Menschen in Lawinen gestorben. In der Saison zuvor hatte es elf Lawinentote gegeben. Als Grund für den signifikanten Anstieg in der diesjährigen Saison nannte die Alpinpolizei „den sehr instabilen Schneedeckenaufbau“.

Auch bei den Schweizern gab es in diesem Winter deutlich mehr Lawinentote. 32 Tote listet das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos bis dato auf. Das sind fast doppelt so viele wie in der vorangegangenen Saison, in der es 17 Tote zu beklagen gab.  

oss/lby

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